Toifl: Gewerbe und Handwerk leisten "Meisterarbeit"

Neugestaltung der Prüfungsordnungen der reglementierten Gewerbe

Wien (PWK078) - "Wir haben es gemeinsam geschafft, den politischen und rechtlichen Auftrag, den das Gewerbe und Handwerk mit der Gewerberechtsnovelle 2002 erhalten hat, zu erfüllen. Durch unseren Einsatz wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, die Meister- und Befähigungsprüfungen als Qualifizierungsvoraussetzung für unsere Berufe zu rechtfertigen", betonte heute, Mittwoch, der Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Georg Toifl. Die nun fertiggestellten Meister- und Befähigungsprüfungen sind das Ergebnis der an die Fachorganisationen der WKÖ übertragenen inhaltlichen Gestaltung der Prüfungsordnungen. Nach der Gewerbezugangsverordnungen des BMWA (BGBl. II Nr. 26 bis 102/2003) ist für alle reglementierten Gewerbe eine Prüfung vorgesehen. Bei den Handwerken ist diese Prüfung nach wie vor die Meisterprüfung, bei den anderen reglementierten Gewerben eine Befähigungsprüfung.

Die durch die Gewerberechtsnovelle festgelegten Kriterien - klarer Aufbau des Prüfungsstoffes; freie Wahl der Reihenfolge der Module; Verkürzung und Straffung der Prüfungen; Erhöhung der Transparenz und Objektivität und ein bundesweit einheitliches Bewertungssystem -wurden durch die Fachorganisationen vollinhaltlich umgesetzt. "Damit haben wie bewiesen, dass uns mit der Gewerberechtsnovelle zu Recht die Kompetenz für die Gestaltung der Prüfungsordnungen übertragen wurde", erklärt Helmut Heindl, Geschäftsführer der Bundessparte Gewerbe und Handwerk.

Die neuen Meister- und Befähigungsprüfungen sind modular aufgebaut. Die Module können nach Wahl der angehenden Meister in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Dadurch wird eine bessere individuelle Zeiteinteilung für die Prüfungskandidaten erzielt. "Unser Ausbildungssystem im Gewerbe und Handwerk ist europaweit Vorbild und Best-Practice-Modell für viele andere, vor allem die Beitrittswerberländer. So sichern wir auch die Qualität unserer Arbeit den Konsumenten gegenüber. Nicht umsonst sind österreichische Erzeugnisse auch über die Grenzen Europas hinaus bekannt", so Toifl.

Alle jene, die die Meister- bzw Befähigungsprüfung in ihrem Beruf noch nach den alten Prüfungsordnungen ablegen wollen, können dies bis 31.12.2003 tun. Ab 01.01.2004 werden dann die angehenden Meister ihre Prüfungen nach dem Modulsystem ablegen. (us)

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Bundessparte Gewerbe und Handwerk
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