IBT fordert striktes Klon-Verbot - auch von Tieren

Wien (OTS) - Unter dem warnenden Motto "Zuerst das Tier - dann
wir", erinnert der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) daran, dass der Tierversuch stets eine Vorstufe für Menschenversuche darstellt, und verlangt das generelle Verbot des Klonens - auch von Tieren.

Mit dieser Forderung beteiligt sich der IBT an der vor allem ethisch geführten Klon-Diskussion, die durch die Firma Clonaid der Raelianer-Sekte ausgelöst wurde, nachdem sie die umstrittene Geburt erster geklonter menschlicher Babys verkündet hat.

"Wir begrüßen die ersten konkreten Schritte der USA und Frankreichs, endlich ein Klon-Verbot von Menschen, sei es zu reproduktiven oder zu therapeutischen Zwecken gesetzlich zu verankern und dessen Missachtung mit langen Haftstrafen und Geldbußen zu belegen", erklärt Gerda Matias, Präsidentin des IBTs und Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens, und fordert zur wirksamen und dauerhaften Durchsetzung parallel dazu ein sofortiges Klon-Verbot von Tieren.

"Ist es den politisch Verantwortlichen mit dem Klon-Verbot wirklich ernst, müssen auch sofort die Klon-Experimente an Tieren eingestellt werden. Denn der Menschenversuch und in der Folge die breit gestreute Anwendung am Menschen ist meistens die zwingende Folge des Tierversuches", so Gerda Matias: "Die Verlockung, Erkenntnisse aus dem Tierversuch, so fragwürdig diese immer auch sein mögen, auf den Menschen zu übertragen, selbst wenn dies auch in der Praxis problematisch ist, ist einfach viel zu groß, wie uns gerade das Klon-Beispiel anschaulich beweist: 1997 wurde das erste (aus adulten Zellen) geklonte Schaf 'Dolly' geboren, Ende 2002 das erste (angeblich) geklonte Menschenbaby 'Eve' - und zwar über alle ethischen Bedenken hinweg unter Ausnützung aller gesetzlichen Lücken und Schlupflöcher."

"Deshalb müssen neben den strikten gesetzlichen Regelungen auch schon im Vorfeld Vorkehrungen getroffen und Barrieren errichtet werden und derartige Tierversuche von den Behörden gar nicht erst genehmigt werden", fasst Gerda Matias Ihre Forderung abschließend zusammen.

Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) ist ein seit 1968 bestehender gemeinnütziger unabhängiger Verein. Er setzt sich für die Abschaffung aller Tierversuche ein und lehnt Tierversuche aus ethischen, wissenschaftskritischen und verbraucherpolitischen Gründen ab.

Eine zentrale Forderung des IBTs ist, die Vergabe von öffentlichen Mitteln an Auflagen zu binden, die auch ethische Kriterien erfüllen. In diesem Sinne sollen nur Forschungsprojekte ohne Tierversuche gefördert werden. "Denn nur auf diese Weise wird ein spürbarer Fortschritt bei der Etablierung von tierversuchsfreien Methoden erreichbar sein", ist Gerda Matias überzeugt.

Gerda Matias, Vorsitzende des IBTs und Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens, vertritt in der Funktion als Präsidentin auch die Anliegen der Bundeszentrale der Tierversuchsgegner (Dachverband der Tierversuchsgegnergruppen in Österreich) und seit kurzem auch die des Zentralverbandes der Tierschutzvereine Österreichs (Dachverband der österreichischen Tierschutzvereine).

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"Internationaler Bund der Tierversuchsgegner" (IBT)
Mag. Romana Rathmanner
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Fax: +43/1/713 08 24
rathmanner@tierversuchsgegner.at
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