Österreichischer Tierschutzverein zur Streichung von Zuschüssen für Tiertransporte durch EU-Kommission:

Wichtiger Erfolg für den Tierschutz, große Problematik der Tiertransporte bleibt als integrativer Bestandteil der Massentierhaltung

Wien (OTS) - Die weitgehende Streichung von Exportsubventionen für Lebendtiertransporte seitens der EU-Kommission kann als wichtiger Erfolg für den Tierschutz betrachtet werden. Ein Grund für die Existenz von Langzeit-Tiertransporten wurde damit eliminiert.

Dennoch bleibt die große Problematik von Lebendtiertransporten hinsichtlich ihrer tierquälerischen Dimension bestehen. Da sich die Agrarpolitik der EU bislang in erster Linie an wirtschaftlichen Parametern und nicht am Wohlergehen der Nutztiere orientiert hat, bleiben Lebendtiertransporte integrativer Bestandteil der Massentierhaltung. Durch die Aufteilung der Lebensphasen von Nutztieren nach "Produktionsphasen" erfolgt die Geburt, Aufzucht, Mast und Schlachtung oft jeweils an den Orten, die am preisgünstigsten sind. Lange und qualvolle Tiertransporte quer durch Europa wird es daher weiterhin geben.

Der Schlüssel für eine Lösung der Probleme bei den Lebendtiertransporten liegt daher nicht nur bei der Streichung von Exportsubventionen. Tiertransporte stellen ein Auswirkung der Massentierhaltung und ihrer Aufteilung in verschiedene Produktionsstätten dar. Auch hier wäre eine geänderte Subventionspolitik hin zu einer naturnäheren, artgerechteren Haltung sinnvoll.

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