ARBÖ: Vignettenverteuerung kommt nicht in Frage

Bestehende Quersubventionierung des Lkw-Verkehrs durch Private nicht erhöhen

Wien (OTS) - Die einzigen, die bereits jetzt eine "Doppelmaut" zu zahlen haben, wenn sie auf Sondermautstrecken unterwegs sind, sind die vier Millionen Pkw-Fahrer, ruft ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar angesichts der Kärntner "Vignettendiskussion" zwischen Verkehrsminister Ing. Mathias Reichhold und der Kärntner Wirtschaftskammer in Erinnerung. Pkw-Fahrer müssen für die generelle Benützung der Autobahnen seit 1997 die sogenannte Mautvignette und darüber hinaus auch alle Sondermauten (z.B.: Brenner, Tauernautobahn) bezahlen. Die Lkw bis zu 16 Tonnen dagegen zahlen keine generelle Mautgebühr, sondern nur die anfallenden Sondermauten. Die Einführung der Lkw-Maut, die offensichtlich erst mit 1. Jänner 2004 kommen wird, wurde seit 1998 zugunsten der Frächter verschleppt und hat der Transportwirtschaft Einsparungen von mindestens 1,8 Milliarden Euro beschert, unterstreicht der ARBÖ-Generalsekretär.

Eine Verteuerung der Mautvignette im Abtausch zu den Sondermauten für Lkw, wie sie Verkehrsminister Reichhold in der Kärntner Diskussion erwähnte, würde die bereits bestehende Quersubventionierung des Lkw-Verkehrs durch die privaten Autofahrer nur noch weiter verstärken und kommt für den ARBÖ nicht in Frage. Drei Viertel aller verkehrsbezogenen Steuern und Abgaben kommt von den Pkw-Fahrern. Der Lkw-Verkehr belastet die Straßen viel stärker, trägt aber nur zu einem Viertel des verkehrsbezogenen Steuereinkommens bei. Übrigens: Der Preis für die Vignette wurde von der scheidenden schwarz-blauen Regierung erst vor zwei Jahren um 81 Prozent verteuert.

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