Onodi legte 1. NÖ Gesundheitsbericht vor

Lebenserwartung der NiederösterreicherInnen stieg weiter

St.Pölten (NLK) - Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi legte heute im NÖ Landhaus in St. Pölten in einem Pressegespräch den 106 Seiten starken, mit zahlreichen Tabellen ergänzten 1. NÖ Gesundheitsbericht vor. Darin wird die Gesundheit der niederösterreichischen Bevölkerung genauso beurteilt wie die vielfältigen Leistungen, um sie zu erhalten, und deren Inanspruchnahme. "Wir haben damit eine gute Grundlage geschaffen, einen Status Quo erstellt und zugleich eine Basis für die Weiterentwicklung", sagte Onodi.

Bei der Einschätzung der eigenen Gesundheit entspricht die niederösterreichische Bevölkerung weitgehend dem österreichischen Durchschnitt: Etwa drei Viertel, so Onodi, schätzen bei der Befragung im Jahre 1999 den eigenen Gesundheitszustand als "sehr gut" oder "gut" ein. Der Vergleich mit der Befragung 1991 zeige, dass die Zufriedenheit in den 1990er Jahren in Niederösterreich tendenziell zugenommen habe. Die Lebenserwartung bei der Geburt sei im gesamten Beobachtungszeitraum von 1991 bis 2000 bei den Männern und den Frauen leicht unter dem österreichischen Durchschnitt gelegen und pendelte sich im Jahr 2000 bei Männern auf 74,7 und bei Frauen auf 80,8 Jahre ein. Als Haupttodesursachen stünden bei beiden Geschlechtern an erster Stelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 48 Prozent bei Männern und 53 Prozent bei Frauen, an zweiter Stelle Krebs mit je 25 Prozent. Onodi formulierte - im Bericht genau festgelegte - zehn Ziele für die Gesundheit der NiederösterreicherInnen:
· Bis 2010 soll die Mortalität der Herz/Kreislauferkrankungen bei den Unter-65jährigen um 20 Prozent gesenkt werden, bei Krebs um 10 Prozent.
· Bis 2005 sollen für jede niederösterreichische Versorgungsregion Einrichtungen für Patienten mit mentalen Störungen und Erkrankungen geschaffen werden.
· Bis 2010 soll die möglichst lückenlose Identifizierung von Risikopersonen von Diabetes Typ II erreicht werden.
· Bis 2010 sollen Erkrankungen des Bewegungsapparates bei den unter 65jährigen bis zu 20 Prozent reduziert werden.
· Bis 2010 soll der Anteil des Pro-Kopf-Alkoholkonsums um 20 Prozent gesenkt werden. Die Anteil der NichtraucherInnen soll um 15 Prozentpunkte steigen, Die Konsumerfahrung mit illegalen Drogen und Ecstacy sollen zwischen 15 und 19 Jahren weitgehend auf Null verringert werden.
· Bis 2010 soll die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen über dem Bundesdurchschnitt liegen. Hier habe Niederösterreich, berichtete Onodi, in den letzten 10 Jahren aufgeholt, liege aber nach wie vor etwas zurück.
· Bis 2010 sollen die pflegebedürftigen Lebensjahre reduziert werden, die Lebenserwartung soll aber steigen.
· Bis 2010 sollen die Zufriedenheit aller NiederösterreicherInnen mit dem eigenen Gesundheitszustand um 25 Prozent gesteigert werden.

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