Blutiger Robbenschlachtplan der kanadischen Regierung

VIER PFOTEN: 4 von 10 Tieren werden bei lebendigem Leib gehäutet

Wien (OTS) - Über 1.000.000 Robben müssen in den nächsten 3 Jahren ihr Leben lassen. Die kanadische Regierung hat die Tiere - trotz weltweiter Proteste von Tierschutzorganisationen wie den VIER PFOTEN - zur Schlachtung freigegeben. "Die Behauptung, die Robben sind für den Niedergang der Kabeljau-Bestände verantwortlich , entbehrt nach wie vor jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die wahre Ursache für die Fisch-Rückgänge, nämlich die Überfischung, wird seitens der kanadischen Regierung ignoriert bzw. verschwiegen", macht VIER PFOTEN Kampagnenleiter Andreas Sax seiner Empörung Luft.

Die kanadische Robbenjagd ist die weltweit größte und blutigste Jagd auf Meeressäuger. Von einer bestandserhaltenden, umfassend geregelten und gut überwachten Aktion - wie es die kanadische Regierung darstellt - kann nicht die Rede sein. Denn umfassende, objektive Kontrollen können weder finanziell noch logistisch durchgeführt werden.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Robbenjagd ein Verlustgeschäft. Der Markt für Robbenpelze ist zusammengebrochen, die Bestände der vergangenen Jahre türmen sich immer noch in den Lagern. "Ein Großteil der Robbenkadaver wird daher für die Produktion von Industrieöl herangezogen. Die Behauptung der kanadischen Regierung, Robben seien ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Bevölkerung ist unrichtig - unter Berücksichtigung der Förderungen stellt die Robbenjagd sogar ein Verlustgeschäft dar", erörtert Sax die wirtschaftliche Komponente.

Die Jagd auf Robben ist ungewöhnlich grausam. Eine Untersuchung der auf dem Eis zurückgelassenen Robbenkadaver hat ergeben, dass 4 von 10 Tieren noch am Leben waren, als sie gehäutet wurden. "Die geplante Ausweitung der Jagd bringt zwangsläufig noch mehr Grausamkeiten mit sich - nicht zuletzt deshalb, weil unerfahrene Robbenjäger verstärkt zum Zug kommen werden. VIER PFOTEN fordern die kanadische Regierung deshalb entschieden auf die getroffene Entscheidung nochmals zu überdenken", so Kampagnenleiter Andreas Sax.

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