Walch: Temelin-Expertenbericht: Politik der Heimlichkeiten sofort beenden

Expertenbericht zur Sicherheitssituation umgehend vorlegen - Sofort bilaterale Gespräche mit Prag aufnehmen - Melker Prozeß mit Nullvariante bleibt oberstes Ziel

Wien, 2003-02-04 (fpd) - Der Mühlviertler Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Bundesobmann-Stellvertreter Max Walch forderte heute angesichts des für Freitag angekündigten neuerlichen Hungerstreiks der Temelin-Gegner "die umgehende Vorlage des Expertenberichtes zur Sicherheitssituation in dem südböhmischen Atomreaktor. Die Politik der Heimlichkeiten muß hier sofort ein Ende haben." Walch bekundete zudem seine volle Solidarität mit den Temelin-Aktivisten, "die als einzigen Ausweg für ihren Kampf gegen Temelin den Weg des Hungerstreiks sehen". ****

Des weiteren mahnte Walch bei Bundeskanzler Schüssel die sofortige Aufnahme von bilateralen Gesprächen mit Prag in Sachen Temelin ein. "Die Verhandlungen - wie nach dem enttäuschenden Ergebnis von Kopenhagen angekündigt - müssen nun endlich aufgenommen werden." Walch forderte, daß der Melker Prozeß "auf Punkt und Beistrich eingehalten wird. Denn oberstes Ziel muß für uns weiterhin die Nullvariante - also die völlige Stillegung des südböhmischen Pannenreaktors sein."

Walch erneuerte seine Forderung nach einem Ende der Politik der verschlossenen Türen in Sachen Temelin, um alle Österreicher in diese bilateralen Gespräche einzubinden. Für ihn, Walch, sei vorstellbar, daß Vertreter aller im Parlament vertretenen Parteien Bundeskanzler Schüssel in Prag unterstützen. "Dies würde sicherlich auch unserer Forderung mehr Nachdruck verleihen", so der FPÖ-Vizeobmann.

"Als Politiker haben wir", betonte Walch abschließend, "die Pflicht, nicht die Augen zu verschließen, sondern alles daran zu setzen, daß der Melker Prozeß zu 100 Prozent - auf Punkt und Beistrich -umgesetzt wird." (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0001