WWF fordert Aus für Nonsense-Projekt Pitztal!

Sprengmaßnahmen ohne Grund und Effekt muss endgültig Absage erteilt werden

Innsbruck (OTS) - Die Entscheidung über eine Talabfahrt vom Pitztaler Gletscher steht unmittelbar bevor. Wie der Leiter der Tiroler Naturschutzabteilung in einer Pressemeldung mitteilte, ist das Projekt nicht genehmigungsfähig, da unter anderem eine Lawinengefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. "Diese Bedenken wurden bereits vor über einem Jahr in einer, vom WWF initiierten Expertenrunde geäußert", erklärt DI Gerald Steindlegger, Alpenexperte des WWF Österreich. "Damit wird der geplante Effekt der Sicherheitssteigerung der Stollenbahn Pitztal endgültig ad absurdum geführt." Zudem führt der WWF eine parlamentarische Anfrage ins Treffen, bei der das Infrastrukturministerium angibt, dass es in Österreich keinerlei unsichere Seilbahnanlagen gibt. "Ich habe nichts anderes erwartet, denn ansonsten hätte man das Schigebiet schon längst schließen müssen - es fehlt also auch der Grund für die geplante Talabfahrt", führt Steindlegger weiter aus. Der WWF appelliert an den zuständigen Naturschutzlandesrat Gschwendtner, dem unsinnigen Projekt heute endgültig eine Absage zu erteilen!

Wenn es um den Schutz der letzten intakten Berggebiete Tirols geht, dürfen Nonsense-Projekte wie die Pitztaler Talabfahrt nicht zu fadenscheinigen Politentscheidungen führen. Die unberührten Berge bedeuten für Tirol einen unermesslichen Wert, sowohl aus naturschutzfachlicher Sicht, als auch als Potential für einen nachhaltigen Tourismus. "Auch wenn in Tirol schon Wahlkampf herrscht - das kann doch kein Grund sein, diese Werte für immer zu zerstören! Wir erwarten, dass sich die geäußerte Skepsis von Naturschutzlandesrat Gschwendtner gegenüber dem Projekt nun in einer endgültigen Absage äußert", so Steindlegger weiter.

Der WWF widmet sich seit dem vergangenen Jahr der Berge verstärkt dem Schutz der letzten intakten Wildnisgebiete in den Alpen. Nur noch drei Prozent der alpinen Flächen sind frei von technischer Erschließung geblieben. Projekte wie die Talabfahrt zerstören diesen Rest an Natur pur. Damit gefährdet man aber auch den Traum von Millionen Menschen, denen in kostenintensiven Werbekampagnen ein Bild von intakter Natur vermittelt wird, dass es in Tirol bald nicht mehr geben könnte.

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