Wiener Grüne/Steinhauser: "Wiener Grüne gegen Selbstbehalte im Gesundheitssystem"

Wien (Grüne) - "Welche Regierung Österreich auch immer bekommen wird, die Einführung weiterer Selbstbehalte im Gesundheitssystem wird bei den Wiener Grünen keinesfalls Unterstützung finden", skizziert Albert Steinhauser, Landessprecher der Wiener Grünen seine Position.

Die Wiener Grünen lehnen den von der ÖVP immer wieder forcierten Vorschlag auf Ausdehnung der Selbstbehalte im Gesundheitssystem strikt ab. "Selbstbehalte belasten in der Regel einkommensschwache Bevölkerungsgruppen stärker als besserverdienende und bestrafen Kranke", kritisiert Steinhauser die von der ÖVP angepeilten Maßnahmen.

Darüber hinaus wird in ExpertInnenkreisen eine Lenkungswirkung von Selbstbehalten bestritten. "Damit eine Lenkungswirkung überhaupt eintritt, müssten Selbstbehalte den PateintInnen teuer kommen, was aber wiederum zu gesundheitspolitisch unerwünschten Effekten, wie dem Hinauszögern oder Unterlassen von notwendigen Behandlungen führt", untermauert Steinhauser seine Ablehnung.

Auch kritisiert Steinhauser, dass Selbstbehalte den Gedanken der gemeinsamen Finanzierung der Krankenversicherung durch DienstnehmerInnen und DienstgeberInnen im ASVG-Bereich unterlaufen, da Selbstbehalte ausschließlich durch die PatientInnen bezahlt werden müssten und somit die Finanzierungslast zu Ungunsten der unselbständig Erwerbstätigen verschoben werden würde.

Die Wiener Grünen wollen jedenfalls genau beobachten, welche Maßnahmen diesbezüglich von einer neuen Bundesregierung gesetzt werden.

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