Jedem niederösterreichischen Haushalt seinen NÖLI

NÖ Abfallverbände forcieren ökologisches Sammelsystem für Altspeiseöle und -fette.

Wien (OTS) - Das Sammelsystem für Altspeiseöle und -fette mit Mehrwegbehältern in Niederösterreich ist sehr vielversprechend angelaufen. Rund 470.000 Stück der NÖLI-Kübel wurden von den Niederösterreichischen Abfallverbänden seit Februar 2002 ausgegeben und die Rücklaufquote steigt kontinuierlich an. Heuer soll die Aktion durch breite Information der Öffentlichkeit verstärkt ins Bewusstsein gerufen werden.

Rund 249 Tonnen Altspeiseöle und -fette wurden bisher mit den 3-Liter-Gebinden in Haushalten erfasst und bei den Sammelstellen abgegeben. Bis zu 1.000 t jährlich wünschen sich die NÖ Abfallverbände, denn damit würde die Umwelt wesentlich entlastet. Gebrauchtes Fett und Öl aus Haushalten stellt eine massive Problematik im Abwassersystem dar und schädigt Hausabflussrohre, Kanalnetz, Pumpwerke und Kläranlagen. Somit verursacht die unsachgerechte Beseitigung hohe Kosten, die letztlich die Steuerzahler belasten.

Das NÖLI-Sammelsystem bietet sich dagegen als nachhaltige Alternative an. Ob Frittier- oder Bratenfett, Ölreste aus Dosen, Butter- und Schweineschmalz oder verdorbene und abgelaufene Speiseöle und -fette - all das "frisst" der NÖLI. Öle aus der Werkstatt dürfen aber nicht in den Kübel, sondern müssen zur Problemstoffsammlung. Dank der geruchlosen Aufbewahrung findet der NÖLI in jeder Küche ein Plätzchen. Ist er voll, so tauscht man den Behälter bei den Sammelstellen in den Gemeinden kostenlos gegen einen sauberen NÖLI.

Die Niederösterreichischen Abfallverbände als landesweite Serviceleister haben in Kooperation mit dem Land NÖ einen effizienten Wertstoff-Kreislauf eingerichtet. Die Firma Ölwert in Langenlois bereitet die Inhalte der Kübel zentral auf und schickt die NÖLIs durch eine Waschanlage. Das aufbereitete Altspeisefett wird in Raffinerien zu wertvollem Biodiesel verarbeitet, der positiv zum Klimaschutz (CO2-Reduktion) beiträgt. Ungeeignete Fette werden durch Vergärung zu Biogas für Blockheizkraftwerke umgewandelt.

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Ing. Herbert Permoser
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