OÖ-Spitalslandesrat Aichinger kritisiert generellen 20-prozentigen Selbstbehalt bei Artzbesuch

Aichinger: "Kann nur lustige G‘schicht‘ der Tagespolitik sein"

Linz (OTS) - Nach dem Widerstand von SPÖ und Grünen gegen die Vereinheitlichung der Selbstbehalte im Gesundheitsbereich und der Einführung eines 20-prozentigen Selbstbehalts beim Arztbesuch kommen jetzt auch kritische Stimmen aus Oberösterreich. "Das ist eine lustige G‘schicht‘ der Tagespolitik. Das sind Sinnlos-Vorschläge und die Idee eines 20-prozentigen Selbstbehaltes ist zu undifferenziert", so Spitalslandesrat Walter Aichinger (VP) im Sonntags Rundschau-Interview.
"Mit dieser Ansage sind viele Fragen nicht geklärt. Es werden locker irgendwelche Vorschläge gemacht. Dann in der konkreten Abwicklung kommt es zu furchtbaren Pannen wie der Ambulanzgebühr." Nach Aichingers Ansicht würde die Einführung eines 20-prozentigen Selbstbehalts nur dazu führen, dass das Gesundheitssystem komplizierter werden würde. "Der Bund muss sich zu einer Gesundheitsplanung in Österreich bekennen. Das System der Krankenhäuser ist völlig getrennt von dem der niedergelassenen Mediziner, Fachärzte und praktischen Ärzte. Wenn es nicht gelingt, die Systeme zusammenzuführen, dann werden wir in Zukunft teure Parallelstrukturen haben."

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