Eurofighter klar zum Start für die deutsche Luftwaffe

Wien/München/Manching (OTS) - Der Erstflug und die Überführung in den Truppendienst des ersten Eurofighter Typhoon für die deutsche Luftwaffe stehen unmittelbar bevor. EADS Militärflugzeuge erwartet die Erteilung der allfälligen Flugzulassung durch die zuständigen Behörden Anfang der ersten Februarwoche. Danach wird es sehr schnell vonstatten gehen: Nach dem Erstflug und nur wenigen Flugtests wird der zweisitzige GT001 (GT steht für German Trainer) zur Technischen Schule 1 der Luftwaffe nach Kaufbeuren (Allgäu) verlegt. Dort werden die angehenden Eurofighter-Techniker auf das neue Jagdflugzeug geschult.

Am kommenden Montag wird das zweite für die deutsche Luftwaffe bestimmte Flugzeug im Werk Manching (bei Ingolstadt) des EADS-Geschäftsbereichs Militärflugzeuge die Endmontagehalle verlassen und den typischen Systemüberprüfungen - hierzu zählen die Kraftstoffanlage, die Triebwerke sowie Untersuchungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit - unterzogen. Der Erstflug ist für März dieses Jahres vorgesehen. Im Anschluß daran wird die Luftwaffe vom Erprobungszentrum Manching aus das Flugzeug im Rahmen eines eigenen Testprogramms nutzen.

Mittlerweile befinden sich bei der EADS in Deutschland und Spanien sowie ihren Partnern Alenia Aerospazio (Italien) und BAE SYSTEMS (Großbritannien) über 90 Serienflugzeuge in der Fertigung. In der Manchinger Endmontagehalle sind alle Fertigungsstationen voll belegt, sechs Flugzeuge werden dort derzeit auf ihre Auslieferung vorbereitet. Auch die ersten Maschinen für die anderen europäischen Luftstreitkräfte werden in Kürze von den Produktionsstätten in Getafe bei Madrid, Turin und Warton (Mittelengland) aus zu ihren Erstflügen starten und an die Kunden abgeliefert.
Die ersten deutschen Luftwaffen-Soldaten, die gemeinsam mit zivilen Technikern der EADS die künftige logistische Betreuung des Eurofighter Typhoon übernehmen sollen, haben dieser Tage ihren Dienst in Manching angetreten. Und mit Major Bernhard Tantarn ist kürzlich der erste Einsatzpilot der Luftwaffe auf dem modernsten Waffensystem der Bundeswehr geflogen.

Am 28. Jänner wurde in Oslo ein Vertrag zur Beteiligung der norwegischen Industrie an der Entwicklung des weiteren Einsatzspektrum des Eurofighter Typhoon unterzeichnet. Mit einem Volumen von 20 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren geht es hier primär darum, den skandinavischen Unternehmen Zugang zu Hochtechnologien im Bereich der Systemintegration, der Radar- und Kommunikationsanlagen zu gewähren.

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