Walch zu Temelin-Turbulenzen: "Manager leben noch immer im Kommunismus

FPÖ-Vizeobmann fordert von Brüssel: "Kein Euro aus Österreich für Temelin!"

Wien, 2003-01-31 (fpd) - Nahtlos reihen sich für den Mühlviertler Nationalratsabgeordneten und FPÖ-Bundesobmannstellvertreter Max Walch "die wirtschaftlichen Turbulenzen des tschechischen Temelin-Betreibers CEZ in die Reihe der Pannen ein. CEZ droht die Pleite, das Kraftwerk ist ein überdimensionaler Schrottplatz, wo ganze Dächer unbemerkt abtransportiert werden können." In Wirklichkeit sei Temelin ‚außen hui und innen pfui` verglich Walch das AKW mit einem Auto mit kaputtem Motor: "Der Lack glänzt im Sonnenlicht, aber fahren kann man nicht." ****

Die jüngsten Meldungen von Aktienmanipulationen würden deutlich machen, daß die verantwortlichen Manager noch immer nach kommunistischer Manier arbeiten. Aber auch in Tschechien sollte seit der Wende 1989 die freie Marktwirtschaft gelten - auch in staatlichen Betrieben. "Diese Meisterleistung an Mißwirtschaft sucht seinesgleichen", ätzte Walch in Richtung CEZ. Kaputte Leitungen, eine Unzahl von Sicherheitsmängel und mehr als 40 bisher der Öffentlichkeit bekannte Störfälle und Pannen hätten aber auch bislang kein optisch einwandfreies Bild über Temelin vermittelt. "Auf den Punkt gebracht, kennt sich keiner mehr bei dem südböhmischen Schrottreaktor aus: Die Betreiber schalten den Reaktor ein und aus wie kleine Kinder, die mit einem Lichtschalter spielen", so der Mühlviertler Nationalratsabgeordnete.

Noch kommt für dieses Mißmanagement der tschechische Steuerzahler auf. Es sei jedoch zu befürchten, daß nach einem EU-Beitritt Tschechiens auch Österreich indirekt durch EU-Subventionen zum Handkuß komme und für Temelin zahlen müsse. "Es darf kein einziger Euro aus Österreich für Temelin verwendet werden", forderte Walch abschließend Brüssel auf, eventuelle EU-Gelder für Tschechien bzw. für den Betrieb Temelins zu stoppen und umgehend über die rasche Stillegung zu verhandeln. (Schluß) bt

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