Wirtschaft gegen Eskalation der Arbeitskonflikts bei Austrian Airlines

Vizepräsident Moser: "Aktionismus in schwierigen Zeiten nicht gefragt" - Spaltung der Belegschaft und Gefährdung der Arbeitsplätze befürchtet

Wien (PWK067) - Wenig Verständnis für Streikmaßnahmen oder sonstige gravierende Behinderungen im Arbeitslauf von Austrian Airlines hat die heimische Wirtschaft. "Gewerkschaftlicher Aktionismus ist in Zeiten wie diesen nicht gefragt", nimmt der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Adolf Moser, zu den jüngsten Arbeitskonflikten in den Reihen des österreichischen National-Carriers Stellung. Durch Störmaßnahmen entstehe nicht nur volkswirtschaftlicher Schaden, da Geschäftsleute und Touristen auf andere Gesellschaften ausweichen und Imageverluste zu befürchten sind, es werden vielmehr auch Arbeitsplätze direkt gefährdet.

Die Gewerkschaft HTV erweise der gesamten Belegschaft keinen guten Dienst, wenn sie die Einführung einer zweiten Gehaltstabelle für künftig eintretende AUA-Piloten strikte ablehnt, führt Moser weiter aus. Von Ausständen oder anderen Aktionen der Piloten sind aber nicht nur die Kollegen in anderen Bereichen des Luftfahrtunternehmens betroffen. Auch der weite Bereich der damit verbundenen Serviceleistungen - von den Flughafenmitarbeitern bis hin zur Betankung der Flugzeuge - würde unter den unvermeidlichen Geschäftsausfällen leiden und aus dem Rhythmus kommen.

"Es ist zu befürchten, dass die Gewerkschaft einen Keil in die AUA-Belegschaft treibt und es zu einer Spaltung zwischen Bord- und Bodenpersonal kommt", warnt Moser, der Aktionen auch insofern für bedenklich findet, als die jetzigen Piloten gar nicht betroffen sind. "Es geht gar nicht einmal um den Ist-Zustand, sondern allein um künftige Regelungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Airline sicherstellen sollen".

Die österreichische Fluggesellschaft stand bekanntlich, wie die meisten anderen Airlines auch, nach den Ereignissen des 11. September regelrecht an der Kippe. Es wäre verantwortungslos, den in jüngster Zeit einsetzenden Aufschwung wieder aufs Spiel zu setzen, noch dazu, wo die angespannte Situation rund um den Irak zu neuen schweren Turbulenzen führen könnte, gibt Vizepräsident Moser zu bedenken. (hp)

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