NÖGKK-Hutter: "Ambulanzgebühr? Ein Flop!"

Verwaltungskosten übersteigen die Einnahmen

St. Pölten (OTS) - Seit ihrer Einführung am 19. April 2001 gehört die Ambulanzgebühr zu den meist diskutierten und nachgebesserten Gesetzen im Gesundheitswesen. Denn: Außer den verständlichen Ärger bei den Versicherten hat sie nichts gebracht - keinen erkennbaren Lenkungseffekt. Und schon gar keinen Beitrag zur Sanierung der Nö. Gebietskrankenkasse. Im Gegenteil: "Unseren jüngsten Berechnungen nach übersteigen die Kosten für die Verwaltung die Einnahmen aus der Ambulanzgebühr bei weitem", resümiert der Obmann der Nö. Gebietskrankenkasse, Gerhard Hutter.

Vorläufiger letzter Punkt der unendlichen Geschichte Ambulanzgebühr war eine "Nachbesserung" des Gesetzes am 1.10.2002, die eine Reihe von Ausnahmeregelungen gebracht hat. Fazit: Nur etwa 5 Prozent der seit April 2001 eingenommen Ambulanzgebühren sind tatsächlich einzubehalten, der Rest ist zu streichen. Damit stehen bei der NÖGKK einem Verwaltungsaufwand von rund 1.475.000 Euro voraussichtlich nur Einnahmen von 420.000 Euro gegenüber.
"Wenn ein Gesetz, das der Krankenversicherung zusätzliche Einnahmen bringen soll, auch noch das Defizit erhöht, dann ist das ein Flop. Und gehört möglichst rasch abgeschafft", fordert Hutter.

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