FP-Herzog: Friedenskronenzinsreform nur für wirkliche Nutznießer!

Ein Aus nur für "echte" Friedenskronzinsmieten denkbar.

Wien, 31-01-2003 (fpd) - Mit "Zurückhaltung und in der Sachfrage kritisch" äußerte sich heute der freiheitliche Wohnbausprecher Stadtrat Johann Herzog zum neuerlichen Vorstoß von VP-Abg. Walter Tancsits in Sachen Friedenskronenzins.

Keine Einwendungen kann es gegen eine Reform jener "echten" Friedenskronenzinsmieten geben, die tatsächlich auf einen Schilling p/m2 festgesetzt waren. Deren Zahl ist stark zurückgehend und dürfte derzeit bei ca. 15.000 Mietverträgen liegen.
Die Schwierigkeit liegt offensichtlich in der legistischen Trennung dieser "echten" Friedenskronenzinswohnungen von jenen Hauptmietverhältnissen aus der Zeit vor 1945 die völlig zu Unrecht auch in ein solches "Aus" für Friedenskronenmietzins hineingezogen werden könnten.

Neben den benannten 15.000 Mietverträgen wären u.U. bis zu 135.000 sonstige Mieter betroffen, die entweder Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge entrichten, oder von Mietverträgen von vor 1945 ausgehend bereits auf Kategoriezins angehoben sind, und somit mit dem eigentlichen Friedenskronenzins nichts zu tun haben. Hiervon würde ein sehr beträchtlicher Teil auf Wiener Gemeindewohnungen entfallen. In den Bereich der geförderten Sozialwohnungen einzugreifen, kann wohl in niemandes Absicht stehen.

Daher ein "Ja" zu einer Reform der "echten" Friedenskronenzinsmieten, aber ein "Nein" zu einer Verschlechterung der Mietsituation von einer vielfachen Zahl von Betroffenen, die von dieser Reform gar nicht gemeint sein können.(Schluß) jen

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