Grünewald fordert breite Diskussion über Forschungsförderung

Gehrers Entwurf nimmt Grüne Forderungen teilweise auf

Wien (OTS) Die Vorstellungen zur Neuordnung der Österreichischen Forschungspolitik von BM Gehrer enthalten zweifelos Konzepte wie sie von den Grünen im Herbst letzen Jahres präsentiert wurde. Dies betrifft vornehmlich die Schaffung einer österreichischen Nationalstiftung zur Forschungsfinanzierung, die aus Privatisierungserlösen, anteiligen Gewinnen der Nationalbank, dem Budget des Innovations- und Technologiefonds (ITF) und steuererbegünstigten privaten und sonstigen Zuwendungen gespeist werden soll, so Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.

Entscheidend für die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung sei die Unabhängigkeit der beiden größten Österreichischen Forschungsfonds (FWF und FFF).
Die Vielzahl von weiteren Förderungseinrichtungen könnte durchaus durch deren teilweise Integration in diese Einrichtung reduziert werden.

Kritischer beurteilt Grünewald die Organisation eines von der Regierung bestellten Dachverbandes. Koordination, Verwaltungsvereinfachung durch Darstellung und Nutzung von Synergien, sowie Öffentlichkeitsarbeit seien hier anzudenken. "Ein politischer fragwürdiger Durchgriff im Sinne von Steuerung durch Budgetzuweisungen birgt die Gefahr, die notwendige Balance zwischen notwendiger Grundlagenforschung und angewandter Forschung zu verzerren und schnelle Nützlichkeiten gegenüber langfristigen und risikoreichen Investitionen vorzuziehen", so Grünewald. Eine überdimensionierte Dachorganisation mit enger Verflechtung mit dem ebenso von der Bundesregierung bestellten Rat für Forschung und Technologieentwicklung sei bedenklich.

"Insgesamt kann dieser Entwurf Grundlage parteiübergreifender Kooperationen in der Wissenschaftpolitik sein", so Grünewald.
Im Vordergrund sollte jedoch eine klare und forschungsfreundliche Reorganisation der bislang in ihren Zuständigkeiten für Forschung zersplitteten Ministeriumsstrukturen stehen. "Eine allfällige Trennung von Universitäten und Forschungsförderung ist jedenfalls schlecht", so Grünewald.

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