Eder: Schutz der Fußgänger muss verbessert werden

Nach alarmierenden Zahlen für 2002: SPÖ für umfassendes Fußgängerschutzpaket

Wien (SK) "Ein Fußgängerschutzpaket ist in Österreich nach den schrecklichen Zahlen hinsichtlich der Verkehrsunfälle mit Fußgängern unverzichtbar. Es ist jedenfalls nicht akzeptabel, dass in Österreich deutlich mehr Fußgänger pro 1 Million Einwohner bei Unfällen sterben als im Durchschnitt der Europäischen Union. Aus diesem Grund wird sich die SPÖ massiv für eine Verbesserung des Schutzes der Schwächsten im Verkehr, den Fußgängern und damit auch von älteren Menschen und Kindern einsetzen", erklärte SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Mehr als 160 tote Fußgänger im Vorjahr bedeute, dass faktisch jeder sechste Verkehrstote ein Fußgänger war. "Das lässt für mich nur den Schluss zu, dass ein Verkehrssicherheitspaket für Fußgänger sofort notwendig ist", so Eder. ****

Tatsächlich starben in Österreich mit 20 getöteten Personen pro Million Einwohner um 30 Prozent mehr als im EU-Durchschnitt. Österreich befindet sich damit unter den Ländern mit der höchsten Unfallhäufigkeitsrate für Fußgänger. Innerhalb der Europäischen Union schneiden nur vier Länder noch schlechter ab.

In der dringend notwendigen Fußgängerinitiative sei vordringlich darauf zu achten, dass die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen von der Polizei wesentlich genauer überwacht werden. "Gleichzeitig ist die Verkehrsinfrastruktur nach Fußgängerunfällen einer genauen Analyse zu unterziehen und entsprechend zu verbessern. Auf Freilandstraßen müssen Fußgängerübergänge besser gekennzeichnet werden und ist eine Beleuchtung von Zebrastreifen zwingend vorzusehen. Grundsätzlich sollte die Gestaltung von Fußgängerübergängen überprüft werden und für eine bessere Kennzeichnung, insbesondere auch eine Wartung der Bodenmarkierungen, gesorgt werden", führte der SPÖ-Abgeordnete aus.

Dringend notwendig sei auch eine Bewusstseinänderung der Autofahrer, nachdem bei 90 Prozent aller tödlichen Unfälle mit Fußgänger Kraftfahrzeuge beteiligt seien. "Ich erwarte mir in diesem Zusammenhang in der ersten Phase eine Informationskampagne, wobei für Verkehrsrowdies, die sich weiterhin unverantwortlich verhalten, eine weitere Erhöhung des Strafausmaßes sowie die Vorschreibung zwingender Nachschulmaßnahmen vorgesehen werden soll", sagte Eder abschließend. (Schluss) wf/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004