Grüne fordern neue Schwerpunktsetzung bei anonymer Geburt

Wien (OTS) - Die Möglichkeit zur anonymen Geburt und Babyklappe soll zwar als "ultima ratio" bestehen bleiben, in der Bewerbung und Information sollten jedoch vermehrt andere Möglichkeiten, insbesondere die Adoption, betont werden. Dies waren die Grundaussagen der Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen, GR Dr. Sigrid Pilz, anlässlich eines Mediengespräches am Freitag. Die anonyme Geburt, die im Juli 2001 per Erlass österreichweit ermöglicht wurde, zeige in einer Zwischenbilanz, so Pilz weiter, dass die grundlegenden Fragen, wie etwa das Problem der dauerhaften Anonymisierung der Mutter oder die mangelnde Beratung bei konflikthaften Schwangerschaften weiter bestünden. Weiters betonte sie bzw. der am AKH arbeitende Geburtshelfer und Psychotherapeut Univ.Prof.Dr. Martin Langer, dass auch von diversen namhaften Fachleuten in Österreich wie auch in Deutschland vermehrt Kritik an der getätigten Praxis der Babyklappe und der anonymen Geburt geübt werden würde. Es gelte, die bisher getätigte Praxis zu überprüfen bzw. das Beratungsangebot für Frauen in Not auszuweiten. Pilz erinnerte daran, dass es hierbei ganz massiv auch um die Rechte des Kindes gehen würde, die ihres Erachtens bislang zu wenig in den Blickpunkt der Diskussion geraten seien. Hinsichtlich der in Wien bislang getätigten Werbemaßnahmen äußerte sie sich kritisch, da hierbei die Probleme verschwiegen bzw. andere Lösungsmöglichkeiten, wie etwa die Adoption, nicht entsprechend beworben werden würden. Derzeit gehe man für Wien von knapp über 20 Fällen der anonymen Geburt aus.

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