2003: Viele Änderungen im NÖ Luftgütemessnetz

Zahlreiche Luftgütemessstationen werden verlegt

St. Pölten (NLK) - In der Luftgütezentrale beim Amt der NÖ Landesregierung in Baden herrscht derzeit reger Betrieb: Weil das Smoggesetz weggefallen ist, kann das NÖ Luftgütemessnetz an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Außerdem haben die nun vorliegenden langjährigen Messreihen gezeigt, dass einige Stellen sehr ähnliche Verläufe zeigen wie ihre Nachbarstationen und daher dort nicht mehr benötigt werden. Betroffen von den Adaptionen ist besonders das Umland von Wien, das bisher von Stationen sehr dicht besetzt war.

Wegen der sehr ähnlichen Messverläufe mit der Stelle Klosterneuburg wurden die Stationen Korneuburg und Langenzersdorf aufgelassen. Nicht zuletzt erfolgte dieser Schritt auch wegen der geänderten Standortplanungen der Elektrizitätsversorger für das Kraftwerk Korneuburg. Die Werte der Messstelle Klosterneuburg sind für diesen Raum repräsentativ. Die Station Langenzersdorf wurde bereits nach St. Pölten verlegt und wird dort als "Verkehrsmessstelle" gemäß den EU-Vorgaben aufgebaut. Die Messstelle Stockerau verbleibt zur Gänze im Netz, wobei derzeit eine Verlegung nach Westen näher zur Autobahn ventiliert wird, um allenfalls die Auswirkungen der Zunahme des Verkehrs besser erfassen zu können. Auch im Südosten von Wien werden sich im Laufe des Jahres 2003 Veränderungen ergeben: Die sehr nahe der Station Stixneusiedl gelegene Messstelle Fischamend wurde bereits nach Purkersdorf verlegt und wird dort in Kürze in Betrieb gehen. Die Messstelle Mannswörth, die nur wenige Kilometer von jener in Schwechat entfernt ist, wird aus dem NÖ Luftgütemessnetz genommen. Da die Messstelle Brunn am Gebirge sehr gut mit Mödling harmoniert, ist deren Verlegung zweckmäßig. Die Messstelle Vösendorf, die nicht weit entfernt von der Südautobahn liegt und in deren Nähe zukünftig die Südumfahrung Wien verlaufen wird, wird heuer vergrößert und ausgebaut.

Auch im östlichen Umland von Wien stehen Veränderungen an: Zwei der drei dort befindlichen Messstellen sollen zu einer zusammengefasst und weiter östlich ins Marchfeld verlegt werden. Derzeit laufen in der Messnetzzentrale dazu genauere Planungen. Eine der Messstellen wird vermutlich in den Raum Hollabrunn, voraussichtlich in die Nähe von Ziersdorf, zur Ozonüberprüfung verlegt werden.

In der Messnetzzentrale wird der Datenabruf und die Kommunikation mit den Stellen mittels spezieller Server deutlich verstärkt, um die Leistungsfähigkeit der gesamten Anlage den immer stärker werdenden Anforderungen anzupassen. Auch die Präsentation über das Internet soll im Jahr 2003 verbessert werden.

Nähere Information: Dr. Werner Hann, 2500 Baden, Schwartzstraße 50, Telefon 02252/9025-11440.

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