Jugend-Kampagne zum freien Sonntag

Kollross: Flexibilisierung der Arbeitszeit schafft keine neuen qualitativen Arbeitsplätze

Wien (SK) Die SJÖ (Sozialistische Jugend Österreich) beteiligt sich an der Jugend-Kampagne für den freien Sonntag. Maßgeblich sind für die SJÖ die Vorstöße aus Wirtschaftskreisen, die immer wieder eine Ausdehnung der Ladenzeiten fordern. So auch unlängst die Firmen Interio und C&A in der ORF-Sendung "ECO". "Die Flexibilisierung der Arbeitszeit schafft keine neuen qualitativen Arbeitsplätze. Sie schafft nur neue Belastungen für ArbeitnehmerInnen und ist ein weiterer Schritt in Richtung Abbau erkämpften Arbeitsrechts", so Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ, am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Kampagne unter dem Motto "free cards for a free sunday" beinhaltet einen Wettbewerb für Jugendliche, der dazu dienen soll, Bewusstsein für den arbeitsfreien Sonntag zu schaffen. Informationen über die Kampagne sind unter http://www.freesunday.at zu finden. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2003.

Die Jury besteht aus Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ-Vorsitzender), Dr. Paul Iby (Jugendbischof der Katholischen Kirche), Mag. Luise Müller (Superintendentin der Evangelischen Kirche A.B.), Fritz Verzetnitsch (ÖGB-Präsident) und Dr. Alois Riedlsperger (Katholische Sozialakademie Österreich). Die Kampagne wird getragen von der Evangelischen Hochschuljugend, der Katholischen Hochschuljugend, der Katholischen Jugend Österreich, der Österreichischen Gewerkschaftsjugend und der Sozialistischen Jugend Österreich.

Die Sozialistische Jugend stellt der Freiheit der Ware die Freiheit des Menschen gegenüber. "Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit beschneidet das politische und private Gestaltungsrecht der Menschen. Flexibilisierung bedeutet schlechtere Löhne für mehr Arbeit. Eine adäquate Antwort auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze kann nur eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sein", fordert Kollross. (Schluss) ml/mp

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen
+43 (0)699 19 15 48 04 oder +43 (0)1 523 41 23

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