Grüner Antrag im Gemeinderat verhindert Erweiterung des Kieswerks in Essling und sichert Bio-Landwirtschaft am Schafflerhof

Umweltsprecher Rüdiger Maresch zur beschlossenen Flächenwidmung in Essling

Wien (Grüne) - "Damit ist die projektierte Erweiterung des Kieswerks in Essling vorerst vom Tisch", erläutert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, den gestern im Gemeinderat einstimmig angenommenen Beschlussantrag der Grünen.

Zur Vorgeschichte: Durch eine geplante Erweiterung des Kieswerks in Essling ist die biologische Landwirtschaft am Schafflerhof bedroht. "Durch die Flächenwidmung hat die Gemeinde Wien aber ein effizientes Instrument zur Verfügung um die Erweiterung des Kieswerks zu verhindern", betont Maresch. Dass die Sicherung der Landwirtschaft nicht nur Lippenbekenntnis bleibt, war es nun notwendig dies in einem Gemeinderatsbeschluss festzuschreiben.

Aufgrund der Nähe zum Wohngebiet kann gemäß §82 (1,2) des Mineralrohstoffgesetz die geplante Erweiterungsfläche für das Kieswerk nur genutzt werden, wenn die Fläche als Abbaugebiet (Wr. BAUO.: Kategorie "L SN" Ländliches Gebiet mit Sondernutzung) umgewidmet wird oder die Standortgemeinde der Kiesgewinnung ausdrücklich zustimmt. Zu beiden ist die Gemeinde Wien nicht verpflichtet. Die Grünen haben deshalb im gestrigen Gemeinderat einen Antrag eingebracht der die Umwidmung bzw. eine Zustimmung zum Kiesabbau auf den Biolandwirtschaftsflächen verhindert.

Auch die landschaftsplanerische Studie "Rahmenbedingungen zum Abbau mineralischer Rohstoffe in Wien", die im Auftrag der MA 18 erstellt wurde, empfiehlt, den Kiesabbau in den betroffenen Gebieten zu untersagen.

"Dass unser Antrag im Gemeinderat nun einstimmig von allen vier Fraktionen angenommen wurde, und damit die biologische Landwirtschaft und natürlich auch die Lebensqualität der AnrainerInnen gesichert wird, ist ein großer Erfolg der Grünen", freut sich Maresch.

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