SCHWEITZER: Klestil wandelt auf den Spuren Gusenbauers

Straßburger Auftritt für Interessen Österreichs nicht förderlich

Wien, 2003-01-31 (fpd) - Scharfe Kritik am gestrigen Auftritt von Bundespräsident Klestil vor dem Europarat in Straßburg übte heute FPÖ-Klubobmann Mag. Karl Schweitzer. "Es ist ein wirklich mehr als seltsames Amtsverständnis, wenn der Bundespräsident der Regierung seines eigenen Landes vom Ausland her ausrichtet, was sie zu tun hat." ****

Im Gegensatz zu Klestil vertrete die Bundesregierung im Hinblick auf die EU-Osterweiterung sehr wohl die Interessen Österreichs. "Ein derartiger Auftritt Klestils ist daher nicht wirklich förderlich, auch wenn er vor einem halbleeren Saal stattgefunden hat", erklärte Schweitzer. Ein Vergleich zum Verhalten Klestils während der ungerechtfertigten österreichfeindlichen EU-Sanktionen dränge sich geradezu auf.

Klestils Plan laufe offenbar darauf hinaus, Österreich mit Hilfe des Auslands seine politische Lieblingskonstellation, nämlich eine große Koalition, zu oktroyieren, vermutete Schweitzer. Anders sei das Agieren des Bundespräsidenten nicht zu erklären. Allerdings sei im Jahre 2000 auch Alfred Gusenbauer, auf dessen Spuren Klestil wandle, trotz allem Champagnisieren mit einer solchen Vorgangsweise schon kläglich gescheitert.

Klestil biete mittlerweile das bedauerliche Bild eines Politikers, über den der Zug der Geschichte hinweggebraust sei. Daher versuche er sich mit solchen fragwürdigen Methoden in Straßburg und Umgebung in Erinnerung zu rufen, so Schweitzer abschließend. (Schluß)

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