ARGE-ÄrztInnen: Bei der ÖVP wird schon wieder herumgedoktert

Diskussion um Gesundheitsreform auf sachliche Basis stellen

Wien (ÖGB). "Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht irgendein ÖVP-Politiker oder ÖVP-Experte am österreichischen Gesundheitssystem herumdoktert. Das ist für die Menschen in unserem Land sicher nicht gut", stellt die Sprecherin der ARGE-ÄrztInnen im ÖGB, Dr. Sabine Oberhauser, fest nachdem sich beim donnerstägigen Neujahrsempfang der Salzburger ÖVP der Wiener Arbeits- und Sozialrechtler Wolfgang Mazal offen für eine Zwei-Klassen-Medizin ausgesprochen hat.++++

"Eine prall gefüllte Geldtasche und der aktuelle Lohn- oder Gehaltszettel, das sollten die Menschen in unserem wohl Land ständig bei sich haben. Jedenfalls dann, wenn sich die ÖVP mit ihren Vorschlägen für das Gesundheitssystem durchsetzt", warnt Oberhauser. Auch wenn Herr Mazal einschränkend gemeint habe, dass sich die, die "es sich leisten können, kleinere Leistungen selbst bezahlen sollten", laufe es letztendlich wieder nur auf Belastungen hinaus, so die ARGE-ÄrztInnen-Sprecherin.

"Statt endlich eine konstruktive Diskussion über die Stärken und Schwächen des Gesundheitssystem zu führen und zu erheben, wo ohne Leistungseinschränkungen gespart und wo zusätzliche sinnvolle Leistungen angeboten werden müssen und darüber nachzudenken wie alles Notwendige solidarisch zu finanzieren ist, wird seitens der ÖVP nur herumgedoktert", kritisiert Oberhauser.

Als Gefahr sieht die ARGE-ÄrztInnen-Sprecherin, dass in Zukunft ÄrztInnen vor der Entscheidung für eine bestimmte Therapie "einen Blick in die Brieftasche oder den auf den Gehaltszettel des Patienten werfen müssen." Oberhauser: "Dann hätten wir es weit gebracht."(ff)

ÖGB, 31. Jänner 2003
Nr. 050

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