WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im Februar

Wien (PK) – Im Februar feiern folgende (ehemalige) Mandatare runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Robert STROBL (S) – 70. Geburtstag am
1. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Walter GRABHER-MEYER (F) – 60. Geburtstag am 2. Februar,

der ehemalige Präsident des Bundesrates Ing. Anton NIGL (V) – 75. Geburtstag am 3. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Otto SCRINZI (F) – 85. Geburtstag
am 5. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Herbert HAAS (S) – 75. Geburtstag am 5. Februar,

der Staatssekretär a.D. und ehemalige Abgeordnete Dr. Josef TAUS (V) – 70. Geburtstag am 8. Februar,

der Staatssekretär a.D. und ehemalige Abgeordnete Albin SCHOBER
(S) – 65. Geburtstag am 15. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Otto KEIMEL (V) – 75. Geburtstag am 16. Februar,

der ehemalige Bundesrat Alexander HAAS (V) – 70. Geburtstag am
22. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Ing. Sieghard HASLER (S) – 65. Geburtstag am 24. Februar,

der ehemalige Abgeordnete DDr. Alexander GÖTZ (F) – 75. Geburtstag am 27. Februar,

der ehemalige Bundesrat Karl HAGER (S) – 65. Geburtstag am 27. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Ing. Ernst SCHINDLBACHER (V) – 65. Geburtstag am 28. Februar,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Helmut SEEL (S) – 70. Geburtstag am 28. Februar.

JOSEF TAUS 70

Der langjährige ÖVP-Bundesobmann Josef Taus feiert am 8. Februar seinen 70. Geburtstag. Geboren 1933 in Wien, studierte Taus an
der Hochschule für Welthandel und an der Universität Wien und
trat nach seiner Promotion in die Redaktion der "Wiener Zeitung" ein, wo er im Wirtschaftsressort wirkte. Nach einigen Jahren in
der "Girozentrale" holte ihn Bundeskanzler Klaus als
Staatssekretär in das Verkehrsministerium, wo er zwischen April 1966 und März 1967 tätig war. Danach wurde Taus mit 34 Aufsichtsratsvorsitzender der ÖIAG, was er bis zu seinem Wechsel
in den Nationalrat im November 1975 blieb.

Zu diesem Zeitpunkt war Taus bereits Bundesobmann der ÖVP, wobei ihm die Wahlniederlage 1975 gegen Kreisky nicht angelastet werden konnte, da er überaus kurzfristig als Spitzenkandidat hatte einspringen müssen, nachdem sein Vorgänger Karl Schleinzer mitten im Wahlkampf bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. 1979 scheiterte er jedoch abermals an Kreisky, wobei vor allem sein Abschneiden bei den TV-Duellen gegen den Langzeitkanzler legendär wurde. Taus zog die Konsequenzen aus der Niederlage und gab die Parteiführung an Alois Mock ab.

Taus gehörte noch bis 1991 dem Nationalrat an, wo er zu den profiliertesten Wirtschaftspolitikern zählte. Noch heute
hochaktiv, ruft sich Taus regelmäßig durch wirtschaftliche
Erfolge in der Privatwirtschaft in Erinnerung.

ALEXANDER GÖTZ 75

Ebenfalls einen runden Geburtstag feiert der ehemalige
Bundesobmann der FPÖ und seinerzeitige Taus-Verbündete Alexander Götz. Geboren am 27. Februar 1928 in Graz, maturierte er
dortselbst 1947, um danach Ius und Staatswissenschaften zu studieren. 1956 promovierte er zum Doktor iuris, 1958 zum Doktor rerum politicarum. Bereits seit 1953 arbeitete er als Beamter des Grazer Magistrats im dortigen Straßen- und Brückenbauamt.

Götz zählte zu den Freiheitlichen der ersten Stunde. Bereits 1955 schloss er sich der im Formierungsprozess befindlichen Partei an, die am 1. Parteitag 1956 den ehemaligen NS-Minister Anton Reinthaller zum Parteiobmann wählte. 1958 wurde Götz in den Gemeinderat der Stadt Graz gewählt, wo er sogleich in den
Stadtrat aufrückte. Als 1964 die Funktion eines Dritten Vizebürgermeisters geschaffen wurde, erfuhr Götz eine neuerliche Promotion. Neun Jahre später gelang es ihm als Obmann der drittstärksten Fraktion im Grazer Rathaus, die dort zweitstärkste Partei, die ÖVP, zu einem Pakt zu überreden, der die SPÖ in die Opposition schickte und ihn, Götz, zum Bürgermeister kürte. Dieser Coup beeindruckte die Bundes-FPÖ derart, dass Götz zum Nachfolger von Langzeitobmann Friedrich Peter avancierte.

Bundespolitisch machte Götz spornstreichs von sich reden, als er Bundeskanzler Kreisky attestierte, er habe "Papp im Hirn", worauf die SPÖ den Wahlkampf 1979 prompt unter das Motto "Götz & Taus Nein Danke" stellte. Kreisky erhielt 51 Prozent der Stimmen und
95 Mandate, das beste Ergebnis, das je eine Partei in Österreich bei Wahlen erzielte. Götz sah sich gescheitert und war ab diesem Zeitpunkt ein Bundespolitiker auf Abruf, wiewohl er erst im Juni 1979 in den Nationalrat eingezogen war. In der Tat legte er Ende November desselben Jahres alle Bundesfunktionen zurück und konzentrierte sich auf sein Amt in Graz, welches er bis 1983 innehatte. In späteren Jahren zählte Götz zu den Granden der FPÖ, ehe er bei seinem Nachnachfolger als Bundesparteiobmann in
Ungnade fiel, weil er sich nicht dem Privilegienabbau bei den Freiheitlichen beugen wollte.

WALTER GRABHER-MEYER 60

Einer von Götzens innerparteilichen Rivalen feiert am 2. Februar seinen 60. Geburtstag. Walter Grabher-Meyer wurde 1943 in
Lustenau geboren und absolvierte bis 1961 eine Buchdruckerlehre.
In diesem Beruf war er auch tätig, ehe er eine eigene Stickereifirma gründete. Politisch zählte er zum liberalen Flügel der FPÖ, für die er 1970 in den Lustenauer Gemeinderat einzog. 1979 wurde er Nationalratsabgeordneter, 1982 unter Bundesobmann Steger Generalsekretär der FPÖ.

1983 war Grabher-Meyer einer der Initiatoren der "kleinen
Koalition" zwischen SPÖ und FPÖ und wirkte ab diesem Zeitpunkt auch als stellvertretender Klubobmann seiner Fraktion im
Parlament. Drei Jahre später konnte allerdings auch er die Abwahl Stegers als Bundesparteiobmann beim Innsbrucker Parteitag der FPÖ nicht verhindern, und konsequenter Weise trat er noch während des Parteitages aus der FPÖ aus. Grabher-Meyer ging wieder in die Wirtschaft und avancierte zum erfolgreichen Unternehmer. Trotz lockender Angebote, auf die politische Bühne zurückzukehren, enthielt sich Grabher-Meyer jedoch weiterer politischer
Betätigung.

(Schluss)

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