Region Oberkärnten erhält ein eigenes Leitbild

"Plattform Oberkärnten" konstituiert - Landespolitik beschloss Maßnahmenpaket

Klagenfurt (LPD) - In der Drautaler Gemeinde Steinfeld hat sich heute nach einem Beschluss der Kärntner Landesregierung die "Plattform Oberkärnten" konstituiert. Sie ist integrativer Bestandteil der Leitbildorganisation des Landes und soll nun gebündelt gezielte Maßnahmen für die strukturschwache Region umsetzen.

Im Lenkungsausschuss der Plattform Oberkärnten sind vertreten Landeshauptmann Jörg Haider, seine beiden Stellvertreter Karl Pfeifenberger und Peter Ambrozy und Landesrat Georg Wurmitzer, weiters politische Vertreter der Region sowie Kammern- und Interessensvertretungen.

Wie Landeshauptmann Haider nach der konstituierenden Sitzung im Rahmen eines Pressegespräches betonte, werde der kürzlich beschlossene "Territoriale Beschäftigungspakt" bis zum Jahr 2006 Impulse am Arbeitsmarkt im Großraum Spittal an der Drau setzen können. Für die zur Kündigung angemeldeten Gabor-Mitarbeiter werde es im Hinblick auf eine rasche Reintegration in den Arbeitsprozess eine Arbeitsstiftung für 70 Personen geben. 25 Jugendliche des Betriebes fallen in das Programm nach dem Jugend-Ausbildungs- und Beschäftigungsgesetzes . Für 50 weibliche Mitarbeiter wird eine eigene Frauenstiftung installiert. Haider sagte, dass die Erfahrung zeige, dass 80 bis 85 Prozent der in Arbeitsstiftungen Befindlichen wieder am Arbeitsmarkt untergebracht werden können.

Als weitere Maßnahme zur Strukturbelebung im Raum Oberkärnten nannte der Landeshautpmann den Ausbau des Familienschigebietes Emberger Alm, das Tourismusprojekt "Ravensburger Spiele" in Döbriach am Millstätter See sowie den bereits im Landtag beschlossenen forcierten Ausbau von Alten- und Pflegeheimen. Schon bisher, so Haider, habe das Land viel in der Region investiert, wie etwa in den beschleunigten Ausbau der Drautal-Bundesstrasse B 100 und in den bevorstehenden Bau der zweiten Röhre des Katschberg-Tunnels. Weitere Impulse erwartet sich Haider von einer verstärkten Ansiedlung von Gewerbeparks.

Tourismusreferent Karl Pfeifenberger will Schwerpunkte auf dem Gebiet des sanften Tourismus setzen. Die Schiene im Drautal liege dabei im Wellness- und Gesundheitsbereich, im Mölltal im Nationalparkbereich. Auch wolle er verstärkt wettbewerbsfähige Projekte unterstützen und ein gezieltes Coaching für Unternehmer anbieten. Ziel sei ein geschlossenes Auftreten der Region unter Ausnützung sämtlicher Synergien.

Gesundheitsreferent Ambrozy nannte seine Schwerpunkte im Ausbau von Alten- und Pflegeheimen in Winklern, Steinfeld, Gmünd, Obervellach und Spittal/Drau mit rund 230 Betten und einer Gesamtinvestitionssumme von 12,2 Mio. Euro. In der Umsetzungs- und Finanzierungsphase befinde sich derzeit der Aus- und Zubau am Krankenhaus Spittal/Drau. Ebenfalls vor der Genehmigung stehe das Projekt psychosomatische Klinik in Millstatt.

Gemeindereferent Wurmitzer sagte, dass zwischen 1999 und 2002 Bedarfszuweisungen in Höhe von 46,6 Mio. Euro in die Gemeinden des Bezirks Spittal geflossen seien, was einer gesamten Jahresquote an BZ-Mitteln des Landes entspreche.

Schwerpunkte setzen will Wurmitzer in den Gemeinden Oberkärntens im Bereich der alternativen Energiegewinnung. Biomasseanlagen in allen 33 Gemeinden der Region würden rund 100 Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung durch den Energieträger Holz im Land lassen. Keinesfalls unterstützen werde er sogenannte "Kostgänger-Projekte".

Weiters im Mittelpunkt des Programms Wurmitzers sei die touristische Implantierung der beiden Nationalparke Hohe Tauern und Nockberge. Auch sollten die jährlich rund 780.000 Besucher der Großglockner-Hochalpenstrasse in der Region Oberkärnten gebunden werden.
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