VDA-Jahres-PK: Das Autojahr 2003 - ein Jahr großer Herausforderungen / Drohender Irakkrieg und Steuerlast verunsichern die Verbraucher

Frankfurt/Main (OTS) - Beitrag: VDA

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie erhalten Original-Töne des VDA-Präsidenten Herrn Professor Dr.Bernd Gottschalk aus der PK in Frankfurt am heutigen Donnerstag, 30.1.2003.

Anmoderation

Nach 5,1 Millionen produzierten PKW im Jahr 2002, will die Deutsche Automobil Industrie auch dieses Jahr über fünf Millionen PKW am Standort Deutschland produzieren. VDA-Präsident Professor Dr.Bernd Gottschalk gab sich heute bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes zuversichtlich:

O-Ton (ors0907) Dr. Bernd Gottschalk Länge 0'19

Mit einer Fülle attraktiver Neuvorstellungen hoffen wir, die Kaufzurückhaltung abzubauen und Impulse für die derzeit schwache Gesamtkonjunktur zu liefern.

Als eine der wenigen und verbliebenen Branchen, die Konjunktur und Wachstum tragen, werden wir damit erneut Impulsgeber und Stabilisator sein, damit wieder mehr Zuversicht einkehrt. Die automobilen Fundamentaldaten zeigen durchaus Perspektive.

Allerdings ist gerade jetzt zum Jahresanfang die Stimmung beim deutschen Verbraucher gedrückt. Dem deutschen Autokäufer fehlt Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Deshalb fordert Professor Dr. Bernd Gottschalk von der Politik, die Weichen rasch in Richtung mutige Reformen zu stellen:

O-Ton (ors09072) Dr. Bernd Gottschalk Länge 0'31

Wer um seinen Arbeitsplatz fürchtet, verschiebt seinen Autokauf, wer die Höhe seiner zukünftigen Nettobezüge nach Abzug von Steuern und Abgaben nicht kennt, wartet ab. Das Auto selbst hat nichts an seiner Attraktivität eingebüßt, erst recht nicht nach den jüngsten Erfahrungen mit der Bahn. Aber wenn Vertrauen in die Zukunft fehlt und weitere drastische Steuererhöhungen drohen, wird Geiz cool, nicht aber Konsum. All das wird überlagert durch die drohende Zuspitzung im Irak.

Mit 764.300 Beschäftigten war die deutsche Automobilindustrie auch im vergangenen Jahr eine Schlüsselindustrie der deutschen Wirtschaft. Trotz Restrukturierungsmaßnahmen und rückläufiger Nutzfahrzeugkonjunktur sind die Beschäftigungszahlen nahezu konstant geblieben.

Der VDA-Präsident warnte aber davor, die Belastungsfähigkeit der Automobilindustrie zu überreizen.

O-Ton (ors09073) Dr. Bernd Gottschalk Länge 0'28

Steuererhöhungen in der Größenordnung von 17 Milliarden Euro zu Beginn dieses Jahres sind kreuzgefährlich für Wachstum und Beschäftigung. Dass die steuerlichen Maßnahmen des Koalitionsvertrags bis zum Ende der Legislaturperiode sogar über 20 Milliarden Euro hinausgehen, ist erst recht kein Signal für den zügigen Ausbau der bedrückend hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland: Nicht die Abschaffung der gewerbesteuerlichen Organschaft, nicht die Firmenwagensteuer und nicht die fünfte Stufe der wachstumsschädlichen Energiesteuer.

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ors Originaltext: VDA Verband der Automobilindustrie

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