Wiener Grüne: "Heuchlerische Debatte im Gemeinderat zur Großfeldsiedlung"

Diskussion wird Großfeldsiedlung langfristig mehr nutzen, als schaden.

Wien (Grüne) - Die Sozialsprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem, wertet die Debatte rund um die "Alltagsgeschichten" zur Großfeldsiedlung als "prinzipiell positiv". "Ich bin überzeugt, dass der Film mehr Nutzen als Schaden für die BewohnerInnen der Großfeldsiedlung bringt", wertet Jerusalem die entstandene Aufregung. "Treten so doch Problematiken zu Tage, deren Lösung längst überfällig sind und nun durch durchdachte sozial- und städtepolitische Maßnahmen von Seiten der Stadt Wien gelöst werden können", so Jerusalem.

Auch der Wohnbausprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn ortet Handlungsbedarf: "Die höchsten Arbeitslosenzahlen seit Jahren, die Verteuerung der Gesundheit, drohende Pensionskürzungen - das sind Probleme, die Menschen nicht nur inner-, sondern auch außerhalb der Großfeldsiedlung haben. Darüber verlieren die anderen Parteien kein Wort", kritisiert Ellensohn die Instrumentalisierung der BewohnerInnen der Großfeldsiedlung durch SPÖ, ÖVP und FPÖ.

Auch ob der ORF einen neuen, anderen Film über die Großfeldsiedlung zeigt, löst kein einziges Problem der Bewohner und Bewohnerinnen auch nur im Ansatz. "Konkrete Hilfe, gemeinsames Erarbeiten von Lösungen ist angesagt, nicht heuchlerische Kritik am schwarzblau umgefärbten ORF", so Ellensohn und skizziert Grüne Lösungsansätze für die Großfeldsiedlung:

  • Die Deponie "Langes Feld" sollte bereits 2001 geschlossen werden. Mittlerweile wurde diese Frist um 10 Jahre verlängert. 2011 muss endgültig Schluss sein.
  • Kinderspielplätze, die im Moment als Lagerplätze wegen des U-Bahn-Baus verwendet werden, müssen 2006 (Ende des U-Bahn-Ausbaus) wieder als Kinderspielplätze verwendet werden können.
  • Das meistgenannte Problem der Bewohner und Bewohnerinnen, die Hellhörigkeit der Wohnungen muss endlich gelöst werden.

Die Grünen verwehren sich zudem gegen jegliche Zensur in diesem Zusammenhang. "Derartige Filme, wie die Altagsgeschichten muss es geben dürfen, ermöglichen sie uns erst einen eigenen Blickwinkel einzunehmen", so Jerusalem und erinnert in diesem Zusammenhang an die Aufregung des Bauernbunds und der Klerikalen über die Alpensaga oder jene der Polizei über Kottan. Solche Filme ermöglichen uns drüber nach zu denken und zu diskutieren."

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