Kuntzl verwundert über anderslautende F&E-Vorschläge Gehrers - Ergebnis scharz-blauer Sondierungsgespräche?

Säumigkeit bei der Frauenförderung lässt sich nicht mit leeren Beteuerungen abtun

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl zeigte sich am Donnerstag verwundert über die von Ministerin Gehrer präsentierte Neuordnung der österreichischen Forschungspolitik:
"Nicht nur, dass die Frauenförderung darin keine Erwähnung findet, obwohl Österreich nach einer jüngst veröffentlichten EU-Studie an vorletzter Stelle bei der Frauenquote im Bereich Wissenschaft und Forschung aufscheint, kommt Gehrer plötzlich mit neuen Vorschlägen als Grundlage für Koalitionsverhandlungen." Noch vor zwei Wochen waren bei den Sondierungsgesprächen mit der SPÖ die Vorschläge des Rates für Forschung- und Technologieentwicklung unbestritten, nun bringe Gehrer ein anderslautendes Konzept. Kuntzl stellte in den Raum, ob dies "als Ergebnis der schwarz-blauen Sondierungsgespräche gesehen werden kann".****

"Bloß leere Beteuerungen in die Runde zu werfen, wie sehr die Frauenförderung doch Anliegen der Ministerin wären, genügt sicher nicht, um die beschämende Frauenquote von 9 Prozent in der industriellen Forschung und die Quote von 19 Prozent in der gesamten Forschung zu verbessern", betonte Kuntzl in Bezug auf das Nicht-Vorhandensein von diesbezüglichen Schwerpunkten im Gehrer-Papier. Kuntzl betonte, dass man sich in dieser Frage nicht einfach zurücklehnen und die Wirtschaft vorschieben dürfe, die eben keine Frauen anstelle. "Die hochkapitalistischen USA zeigen, dass es durchaus möglich ist, im Sinne des Gender Mainstreamings Frauenförderung an Forschungsförderungsprogramme zu knüpfen. Da braucht es eben etwas mehr Phantasie und Mut", betonte Kuntzl abschließend. (Schluss) up

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