SPÖ-Reiter: ORF-"Alltagsgeschichte" über Großfeldsiedlung Gipfel der Geschmacklosigkeit

ORF soll verzerrtes Bild über Großfeldsiedlung korrigieren - Thema nicht für parteipolitische Profilierung missbrauchen

Wien (SPW-K) - Als einen "Gipfel der Geschmacklosigkeit"
bezeichnete SPÖ-Gemeinderat Günther Reiter in seinem Debattenbeitrag in der Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat am Donnerstag die ORF-Sendung aus der Serie "Alltagsgeschichten" über die Großfeldsiedlung. Diese und das Verhalten der Gestalterin, Frau Spira, habe mit Fairness und aktiver Berichterstattung nichts zu tun. Reiter forderte neuerlich eine Korrektur des durch den Bericht total verzerrt vermittelten Bildes der Wohnhausanlage durch den ORF. ****

Reiter sprach sich zudem dagegen aus, dieses ohnehin ernste Thema zur Profilierung von Parteien zu missbrauchen. Er bezog sich dabei auf ein Flugblatt der FPÖ, in dem dem Floridsdorfer Bezirksvorsteher Versäumnisse hinsichtlich der Reaktion auf die Sendung vorgeworfen werden. Der Mandatar wies diese Behauptungen zurück und listete die eingehenden Aktivitäten des Bezirksvorstehers in dieser Causa auf. Erfreut zeigte sich Reiter darüber, dass nun auch die ÖVP auf der Seite der MieterInnen der Wohnhausanlage stünde. Dies sei nämlich nicht immer der Fall gewesen. Er erinnerte daran, das der ehemalige Wiener ÖVP-Obmann und Vizebürgermeister Busek solche Wohnhausanlagen wie die Großfeldsiedlung als "Wohnmaschinen" und "Slums von Morgen" bezeichnete habe. Außer Streit stehe, so Reiter, dass es zu Siedlungsbeginn gewisse Infrastrukturprobleme gegeben habe, die aber längst behoben seien. Der Redner untermauerte diese Ausführungen mit der Aufzählung einer Reihe von Infrastruktur-Einrichtungen für die BewohnerInnen.

Diese Folge der "Alltagsgeschichten" sei jedenfalls gründlich danebengegangen, nur mit dem Schielen auf Einschaltquoten sollte man einen solchen sozial völlig unausgewogenen Bericht nicht gestalten. Der Ärger der Bewohnerinnen der Großfeldsieldung sei daher mehr als verständlich, betonte Reiter. Die Großfeldsiedlung sei entgegen dem durch die Sendung vermittelten Bild in Wirklichkeit ein lebendiger Stadtteil mit hoher Lebensqualität, in dem sich die BewohnerInnen wohl fühlen, schloss Reiter. (Schluss)

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