"Behindert ist, wer behindert wird"

Caritas will Verständnis, nicht Mitleid

St. Pölten (NLK) - 2003 ist auch das Europäische Jahr der
Menschen mit Behinderungen. Unter dem Motto "Behindert ist, wer behindert wird", will die Caritas mit zahlreichen Aktivitäten zu mehr Verständnis beitragen. "Wir wollen ein stärkeres Bewusstsein für die Chancengleichheit und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und eine bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten", umriss Mag. Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas der Diözese St. Pölten, gestern Abend seine Forderungen. Menschen mit Handicap bräuchten kein Mitleid. Die Caritas habe im vergangenen Jahr insgesamt 5.700 Menschen betreut, davon 3.100 in Wohnhäusern oder Tagesheimen.

Schuhböck: "Menschen mit psychischer Erkrankung oder physischer Behinderung sind benachteiligt. Es geht darum, die Barrieren im Kopf der Mitmenschen abzubauen." Für Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop habe sich in den letzten Jahren im Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen viel Positives getan: "Es muss unser Ziel sein, völlig vorurteilsfrei miteinander umzugehen." Für Prokop passen die sogenannten Geschützten Werkstätten nicht mehr uneingeschränkt in die Arbeitswelt. Hier sei eine Weiterentwicklung gefragt. Dem Land Niederösterreich seien Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein großes Anliegen: "Wir stellen heuer 104 Millionen Euro bereit", betonte Prokop. Die Caritas sei ein wichtiger Partner des Landes.

Zahlreiche Aktionen sollen das "normale Miteinander" fördern. So wurde gestern auch im St. Pöltner Hippolythaus die Wanderausstellung "Wir bewegen ..." eröffnet, die rund 40 Kunstwerke von Menschen mit besonderen Bedürfnissen umfasst. Die Ausstellung wird anschließend in zehn weiteren Bezirkshauptstädten zu sehen sein. Die Caritas der Diözese St. Pölten führt im heurigen Jahr rund 60 Veranstaltungen durch.

Nähere Informationen: www.stpoelten.caritas.at oder 0676/83 844 300, Dr. Sepp Winklmayr.

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