Domany: Unis sollen Leistungen auch an wirtschaftlichen Interessen ausrichten!

Forderung der Wirtschaft nach Rat für Hochschulentwicklung -Unireform erfordert umfassende Profilbildung aller Studienanbieter in Österreich

Wien (PWK060) - "Uns kommt es darauf an, dass die Universitäten ihre Leistungen in Zukunft auch an wirtschaftlichen Interessen ausrichten. Gerade in Zeiten umfassender wirtschaftliche und gesellschaftlicher Herausforderungen ist es Aufgabe der Universitäten, den aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen", betonte heute, Donnerstag, WKÖ-Generalsekretär Christian Domany anlässlich des Symposiums "Uni-Reform im Dialog" in der Wirtschaftskammer Österreich. Dafür brauche es eine abgestimmte Strategie, um eine Spitzenqualität an den heimischen Unis zu entwickeln und diese im europäischen Spitzenfeld zu positionieren. "Schließlich wollen wir ein Universitätssystem, das auf hohem internationalen Niveau Chancen und Innovationen bietet", so Domany. Erste Ansätze seien sichtbar. So hätten sich die heute präsentierten laufenden Reformvorhaben zur Neu-Positionierung der österreichischen Universitäten als überaus ambitioniert und zukunftsorientiert gezeigt.

"Aus unserer Sicht ist klar, dass Universitäten keine Produktionsstätten von Wissen und Kaderschmieden im Dienste der Wirtschaft sein können. Wir begrüßen aber sehr wohl die Bestrebungen der Universitäten, vermehrt auch wirtschaftspolitische Interessen in vielen Bereichen der Forschung und Lehre zu berücksichtigen", unterstrich Michael Landertshammer, Leiter der bildungspolitischen Abteilung der WKÖ. Es sei klar, dass dies nicht jedem Institut gleich gut gelingen könne. Es müsse aber kritisch angemerkt werden, dass es in manchen Universitätseinrichtungen bedenklich viele Studenten gebe und damit das Lehrangebot darunter leide.

Trotz der vielversprechenden Reformprojekte an den Universitäten gibt es für Landertshammer auch Anlass zur Sorge, solange die Reform auf die Universitäten beschränkt bleibt. "Wir brauchen einen Rat für Hochschulentwicklung, der systematisch alle Hochschuleinrichtungen wie Universitäten und Fachhochschulen in ihrer Weiterentwicklung begleitet. Sonst stehen wir vor der Situation, dass mittelfristig weder Studienanfänger noch Unternehmen unterscheiden können, wo die spezifischen Besonderheiten eines Fachhochschul- und eines Universitätsstudiums liegen. Und das kann nicht im Interesse beider Seiten liegen", schloss Landertshammer. (us)

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