Grüne/Ringler: SPÖ unterstützt auch weiterhin "Haus der Heimat"

Zur Stellungnahme von Bürgermeister Häupl in der heutigen Gemeinderatssitzung.

Wien (Grüne) - Bei der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates erwarteten die Grünen mit Spannung die Entscheidung betreffend der Subventionierung des "Haus der Heimat" der Volksdeutschen Landsmannschaften.

Bürgermeister Häupl erklärte, dass es nun doch zu einer Subventionierung des Vertriebenenfonds bzw. des "Haus der Heimat" durch die Stadt Wien kommen werde, versehen mit Auflagen, die sicherstellen sollen, dass die Gelder nicht Veranstaltungen von Rechtsextremisten zu Gute kommen werden.

Das "Haus der Heimat" wird vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstand (DÖW) seit 1997 als "zentraler Veranstaltungsort von Vorträgen mit Rechtsextremisten aus dem In- und Ausland" eingestuft.

Die Grünen lehnen auch weiterhin die Subvention an das Haus der Heimat ab. Ringler: "Ich bezweifle, dass ohne klare Stellungnahmen der Betreiber des "Haus der Heimat" gegen die bisherigen rechtsextremen Umtriebe, ausgeschlossen werden kann, dass Vortragende wie Werner Lüftl, der ein "Gutachten" verfasste, in dem die Existenz von Gaskammern während des Nationalsozialismus geleugnet wird, weiterhin dort auftreten werden."

"Wir Grüne können nicht verstehen, dass 650.000 Euro einem Veranstaltungsort zu Gute kommen sollen, in dem Rechtsextreme auftreten. Die Zusage des Bürgermeisters mittels politischem Druck sicherzustellen, dass dies nicht wieder vorkommt, ist nicht genug", so Ringler. "Ich bleibe dabei: Kein Wiener Cent für das ‚Haus der Heimat'!"

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro Grüner Klub im Rathaus: Tel: 4000-81814

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002