Becher gegen Abschaffung der Friedenskronenzinse

"Aufweichung des Kündigungsschutzes öffnet Willkür der Spekulanten Tür und Tor"

Wien (SK) Mit Empörung reagierte SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher angesichts des an die zukünftige Regierung adressierten Verlangens des Verbands der Institutionellen Immobilieninvestoren, die Friedenskronenzinse schrittweise abzuschaffen. Es stimme nicht, dass, wie der obgenannte Verband behauptet, der Friedenskronenzins Investitionen in den Wohnsektor verhindere, argumentierte Becher am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Desweiteren erteilte Becher dem Vorschlag von Univ.Prof. Gottfried Call, Vorstand des Instituts für Wohnrecht an der Uni Innsbruck, den Kündigungsschutz im Wohnbereich zu lockern, eine klare Absage. Nach Ansicht der SPÖ-Abgeordneten würde diese "Aufweichung des Kündigungsschutzes den Spekulanten Tür und Tor öffnen". ****

Auch jetzt besteht laut Becher die Möglichkeit in die 18.000 in Wien vorhandenen Friedenskronen-Wohnungen Investitionen zu tätigen und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. "Der Wohnungseigentümer besitzt das Recht, vom Mieter einen Erhaltungsbeitrag einzuheben, um mit Hilfe dessen erforderliche Sanierungen durchzuführen, womit in weiterer Folge Arbeitsplätze geschaffen werden könnten", sagte die SPÖ-Abgeordnete.

Mit Ablehnung begegnete Becher dem Ansinnen Calls, den Kündigungsschutz zu lockern. "Dem Wohnungseigentümer stehen derzeit ausreichend Kündigungsgründe zur Verfügung", monierte die SPÖ-Abgeordnete. Ein Öffnen des Kündigungsschutzes sei "sicher nicht im Interesse der Wohnenden", so Becher abschließend. (Schluss) ml/mm

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