Landesrätin Dr. Stöger fordert von ÖVP endlich Stopp bei Geldvernichtung im Gesundheitswesen

Horrorbilanz bei der Ambulanzgebühr droht auch bei Selbstbehalten=

"Obwohl jetzt anhand der konkreten Zahlen unwiderlegbar am Tisch liegt, wie die schwarz-blaue Bundesregierung bei der Ambulanzgebühr das Geld der Bürger beim Fenster hinausgeschmissen hat, hält die ÖVP weiterhin an diesem skandalösen Kurs der Geldvernichtung im Gesundheitswesen fest", kritisiert Oberösterreichs Gesundheits- und Spitalslandesrätin Dr. Silvia Stöger. "Statt der ersatzlosen Streichung der medizinisch gefährlichen und wirtschaftlich völlig sinnlosen Ambulanzgebühr will die ÖVP jetzt mit einer Ersatzlösung den Murks fortsetzen."

Allein in Oberösterreich verursachte die Ambulanzgebühr nach den Berechnungen der Gebietskrankenkasse und der Spitäler bisher einen Verwaltungsaufwand von insgesamt 9,4 Millionen Euro. Dem stehen Einnahmen in der lächerlichen Höhe von nur 0,23 Millionen Euro gegenüber. Die Ambulanzgebühr kostet also 40 Mal soviel wie sie bringt! "Diese Horrorbilanz wird sich bei den von der ÖVP angestrebten Selbstbehalten für Kranke wiederholen", warnt Landesrätin Dr. Stöger.

Die Kenntnis der Grundrechnungsarten müsste ausreichen, um nachvollziehen zu können, dass mit der Einführung eines Selbstbehaltes bei Arztbesuchen aus volkswirtschaftlicher Sicht mehr Kosten als Nutzen entstehen. Darüber hinaus ist es in höchstem Maße ungerecht, wenn zusätzliches Geld für die Krankenversicherungen nicht von Gesunden und Kranken sowie Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sondern ausschließlich von Kranken eingehoben wird. Durch die generelle Einhebung von 20 % Selbstbehalt werden notwendige medizinische Behandlungen unterdrückt oder verzögert. Der Selbstbehalt bildet eine Zugangsbarriere, die in vielen Fällen das Krankheitsrisiko der Patienten erhöht. Damit werden einmal mehr sozial schwächere Patienten, Familien und chronisch Kranke immens belastet, meint Landesrätin Dr. Stöger. "Selbst wenn die ÖVP mit voller sozialer Brutalität über diese Bevölkerungsgruppen drüberfährt und ausnahmslos abkassiert, wäre der finanzielle Ertrag nur kurzsichtig positiv, weil er von den volkswirtschaftlichen Folgekosten der schlechteren medizinischen Versorgung weit übertroffen würde."

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