Wiener Kav-Spital gewinnt internationalen Wettbewerb

Geriatriezentrum Am Wienerwald präsentiert Apalliker Care Unit

Wien (OTS) - Mit dem ersten Preis wurde Mittwoch im Rahmen des 6. Internationalen Symposiums "Qualität im Gesundheitswesen" das Geriatriezentrum Am Wienerwald des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) für seine neue spezialisierte Langzeitbetreuung für Wachkoma-Patienten ausgezeichnet. "Dies ist bereits die zweite Auszeichnung für dieses Projekt", freut sich KAV-Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Eugen Hauke. Denn eine hochrangige internationale Prämierung, den Golden Helix Award, hatte die so genannte Apalliker Care Unit bereits vor wenigen Wochen eingeheimst.****

31 Projekte zur Patientenbetreuung wurden eingereicht

Das dreitägige Qualitätssymposium, das am Montag gestartet worden ist, gilt als die größte Veranstaltung ihrer Art im deutschsprachigen Raum. 600 Teilnehmer aus aller Welt nehmen an der Tagung im Wiener Rathaus teil. Höhepunkt des Symposiums war heute die Prämierung der zum Wettbewerb "Patientenorientierung erfolgreich umgesetzt" vorgelegten Projekte.

Insgesamt 31 Projekte, die sich mit der Qualitätsverbesserung in der Patientenbetreuung beschäftigen, wurden eingereicht. Die zehn besten Projekte, die die strengen Kriterien (unter anderem wurde berufsübergreifende Zusammenarbeit vorausgesetzt) erfüllt hatten, wurden ausgezeichnet. Die ersten drei erhielten Geldpreise im Gesamtwert von 6.000 Euro.

Erste Langzeitbetreuung für Wachkoma-Patienten

Vom Projekt des Geriatriezentrums Am Wienerwald zeigte sich die neunköpfige internationale Experten-Jury am meisten beeindruckt. "Das einzigartige Konzept ging als klarer Sieger hervor", erklärt Hauke. Denn mit der Apalliker Care Unit des KAV-Geriatriezentrums wurde unter anderem die erste Langzeitbetreuung für Wachkoma-Patienten in Österreich geschaffen. Die wichtigsten Eckpunkte: Für die Aufnahme der Patienten gelten einheitliche Kriterien. Eine ebenso einheitliches Betreuungskonzept ermöglicht eine gezielte Förderung der Apalliker. Außerdem sieht das Konzept eine Einbeziehung der Angehörigen von Beginn an vor. Regelmäßige Erhebungen zeigen, dass dadurch die Zufriedenheit der betroffenen Angehörigen, aber auch der Mitarbeiter deutlich gestiegen ist.

Platz fünf für Akutschmerzdienst im Wilhelminenspital des KAV

Bestens schnitt auch das Projekt für den Aufbau eines Akutschmerzdienstes im Wilhelminenspital ab. Das Projekt, das sich mit Therapien zur Schmerzlinderung postoperativer Patienten auseinandersetzt, erhielt den hervorragenden fünften Platz. Mit ihrem Konzept konnten die Mitarbeiter der Abteilung für Anästhesie des Wiener KAV-Spitals beweisen, dass Schmerzen nach Operationen viel häufiger vermeidbar sind, als ursprünglich angenommen.

Zweiter wurde das steirische Unfallkrankenhaus Kalwang, gefolgt von der deutschen Fachklinik Enzensberg und dem Wiener Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler. (Schluss) gn

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