97 Prozent der Niederösterreicher haben einen Hausarzt

OGM - Umfrage bestätigt: Klares "JA" zur Versorgung durch niedergelassene praktische Ärzte und Fachärzte.

Wien (OTS) - Das Meinungsforschungsinstitut OGM hat im November
des Vorjahres eine repräsentative Umfrage unter der Niederösterreichischen Bevölkerung über das Bild und die Position der niedergelassenen Ärzte durchgeführt. Das Ergebnis: 97 % der Bevölkerung gibt an, einen eigenen Hausarzt zu haben, bei dem sie durchschnittlich seit 14 Jahren in Behandlung ist. 67 % (!) aller Niederösterreicher waren in den letzten drei Monaten bei ihrem Arzt.

"Dieses Ergebnis ist ein klares Bekenntnis der Bevölkerung zu den niedergelassenen Ärzten. Die Ordinationen der Praktischen Ärzte und Fachärzte stellen für die Bevölkerung den Grundstein der Gesundheitsversorgung dar." so der Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer vom OGM - Institut.

Der Präsident der Niederösterreichischen Ärztekammer, Dr. Lothar Fiedler, und der Chef der Niedergelassenen Ärzte, Kurienobmann Dr. Anton Hengst, sehen darin den klaren Auftrag an die Politik, die Strukturen der niedergelassenen Ärzte auszuweiten. "Ein erster Schritt wäre eine gesetzliche Regelung, welche die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ermöglicht," so der Präsident der Niederösterreichischen Ärztekammer, Dr. Lothar Fiedler. "Dies würde es ermöglichen, die ärztlichen Ordinationen noch länger offen zu halten und die Patienten in den Ordinationen zu versorgen, während gleichzeitig ein anderer Arzt der Ordination Hausbesuche absolviert." Ein wichtiger Punkt - wie auch die OGM Umfrage bestätigt, nachdem 50 % der Niederösterreichischen Bevölkerung regelmäßig ärztliche Hausbesuche in Anspruch nimmt.

Aus diesem Grund startet die Ärztekammer für Niederösterreich eine breite Informationsoffensive mit dem Slogan "Zuerst zu deinem Arzt". Mit Radiospots, Inseraten und 500.000 Patienten - Foldern sowie Ordinationsplakaten wird die Bevölkerung über die Position und die Aufgaben der niedergelassenen Ärzteschaft in den nächsten Monaten informiert werden.

"In unserem Gesundheitswesen könnte man so einfach Geld sparen und gleichzeitig Vorteile für die Patienten schaffen", weist der Praktische Arzt Dr. Anton Hengst auf ein großes Manko im Gesundheitswesen hin. "Mehr als 80 % der niedergelassenen Praktischen Ärzte und Fachärzte verfügen über EDV - Systeme in ihren Ordinationen. Sie können auf diese Art Befunde miteinander austauschen. Die Niederösterreichischen Spitäler jedoch sind teilweise gar nicht oder mit derartig veralteten Systemen ausgestattet, dass keine elektronische Kommunikation der Patientendaten mit den niedergelassenen Ärzten möglich ist. Deshalb werden sehr oft Untersuchungen, die bereits in den Ordinationen durchgeführt wurden, den Patienten im Spital ein zweites Mal zugemutet. Die NÖ Ärztekammer fordert daher, dass die Verantwortlichen, im speziellen der NÖGUS, umgehend Strukturen für die Spitäler schafft, die eine elektronische Kommunikation und einen elektronischen Datenaustausch mit der niedergelassenen Ärzteschaft ermöglichen. Auf diese Weise kann man viele Millionen Euro, die durch Doppelbefundungen ausgegeben werden, einsparen und gleichzeitig dem Patienten lästige Zweifachuntersuchungen ersparen," so die Ärztevertreter heute in einer Pressekonferenz in Wien.

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