Glawischnig: Klimaschutz durch Emissionskauf ist zu wenig

Österreich zählt zu den EU-Klimaschutznachzüglern

Wien (OTS) - "Allein auf den Handel mit Emissionen zu setzen, wird nicht ausreichen, damit Österreich seine Klimaschutzziele erreicht", kritisierte Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, anlässlich der Präsentation einer Emissionskauf-Initiative durch BM Molterer. "Österreich ist beim Klimaschutz seit Jahren säumig, mit dem Ergebnis, dass wir beim Klimaschutz mittlerweile zu den EU-Nachzüglern zählen", so Glawischnig. "Molterer ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, eine Trendumkehr herbeizuführen. Eine ausreichende Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen sei budgetär immer noch nicht vorgesehen."

Laut Glawischnig sind vor allem auch innerösterreichische Maßnahmen notwendig, um das österreichische Kyoto-Ziel von Minus 13 Prozent (Basis 1990) bis zur Periode 2008/2012 noch zu erreichen. Die höchsten Zuwachsraten gebe es im Verkehrsbereich, hier greife der Emissionshandel nicht, so Glawischnig.

Die Grünen fordern die Sicherstellung der Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen mit 90 Mio. € pro Jahr, eine Umgestaltung des Generalverkehrsplans in Richtung klimaverträgliche Verkehrsträger wie Schiene, die Einführung einer ökosozialen Steuerreform und eine ökologische Sanierungsoffensive im Altbau.

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