Ökonomische Nutzung der Wasserversorgung im Mittelpunkt von ÖVGW-Symposium

Weiteres Thema: Benchmarking in der Trinkwasserversorgung

Wien (PWK054) - Das traditionelle, von der österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) organisierte 2-Tagessymposium "Wasserversorgung" gibt auch dieses Jahr etwa 200 Experten der österreichischen Trinkwasserwirtschaft die Möglichkeit, aktuelle rechtliche, politische, ökonomische und technische Fragen der Wasserversorgung eingehend zu diskutieren.
Mit großem Interesse folgten die Teilnehmer heute Vormittag den Ausführungen von Thomas Kriegner, Contrast Management-Consulting. Er präsentierte eine Studie des BMLFUW betreffend der ökonomischen Nutzung der österreichischen Wasservorkommen. Diese kommt zu dem Schluss, dass ein großräumiger Transport österreichischen Wassers mittels Pipelines an den hohen Kosten im Vergleich zu anderen Versorgungsalternativen und in Relation zum erzielbaren Wasserpreis im Zielgebiet scheitern werde. So würden die Kosten eines Kubikmeters Wasser bei einem Pipelinetransport über 1000 Kilometer etwa das 4 bis 5-fache im Vergleich zur Herstellung von Trinkwasser mittels moderner Entsalzungsanlagen betragen. Ebenso wenig würde sich der Transport mittels Tankwagen oder Tankschiffen rechnen. Zumindest eingeschränkte Exportmöglichkeiten ortet die Contrast Management-Consulting im Bereich des abgepackten Wassers. Interessante Entwicklungsmöglichkeiten sieht sie jedoch im Bereich des Technologie- und Know-how-Exportes. Hier werden Wachstumsmöglichkeiten bei Planung, Errichtung und Betrieb von Ver-und Entsorgungsinfrastruktur, Erschließung zusätzlicher Wasserquellen sowie dem Flusseinzugsgebietsmanagement erwartet.

Walter Egger von der Niederösterreichischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft stellte in seinem Vortrag das ÖVGW-Benchmarking-Projekt für die österreichischen Trinkwasserversorger vor. Ziel dieses Vorhabens ist es, den Trinkwasserversorgungsunternehmen eine permanente Plattform des Betriebsvergleiches zu schaffen, um die Leistungsfähigkeit der Unternehmen nachzuweisen und eventuell vorhandene Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Erfahrungen des Benchmarking-Projektes der bayrischen Wasserversorger, welches ebenfalls vorgestellt wurde, sollen in das laufende Projekt einfließen.

Weitere Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen bildeten bzw. bilden technische und rechtliche Fragen rund ums Trinkwasser sowie das Normungswesen. Die Tagung gibt aber auch dem neuen Präsidenten der Vereinigung, Hans Sailer, Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke, und dem ebenfalls neuen Geschäftsführer der ÖVGW, Michael Mock, die Gelegenheit sich der Fachwelt in diesen Funktionen zu präsentieren. (us)

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