WENN ENGEL REISEN...

...dann sollten sie das auch möglichst sicher tun. KfV: Zeit, Fahrverhalten und Bereifung sind Um und Auf in der Winterreisezeit

Wien (OTS) - Am Freitag "starten" die Wiener und
Niederösterreicher wortwörtlich in die bevorstehenden Semesterferien, denn viele werden auch heuer das Auto nicht stehen lassen. Die Wintersportgebiete und die dortigen Schneeaufkommen locken zahlreiche Erholungshungrige und jene, die es mit dem Weihnachtsspeck etwas zu genau genommen haben, zu sportlicher Betätigung in weißer Pracht. Bevor aber Herr und Frau Österreicher samt Kind und Kegel entspannt auf der Piste Schwünge ziehen können, heißt es für die meisten zuerst: Autofahren. Damit die Anreise möglichst sicher und stressfrei verläuft rät Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), zu Umsicht und Planung: "Auch ihren Kindern zuliebe, für die lange Autoreisen häufig zur Qual werden, besorgen Sie sich Straßenkarten mit Baustellenplänen sowie Informationen der Autofahrerclubs und kalkulieren Sie Staus ein. Legen Sie regelmäßig Pausen ein und lassen Sie Stress und Hektik erst gar nicht aufkommen. Genügend Reiseproviant, Getränke und Spiele machen Ihnen und ihren Kindern das Reisen angenehm."

Abstand halten: Bei Schnee und Eis doppelt bzw. dreifach!

Laut KfV kommt beim Fahren auf Schnee und Eis dem Fahrverhalten ein besonderer Stellenwert zu. Schließlich passieren pro Jahr rund 2.500 Unfälle auf schneebedeckten oder eisigen Straßen. Schlechte Fahrbedingungen verlängern den Bremsweg - Abstand halten, heißt die Devise! Außerdem sind schnelles Lenken, starkes Bremsen und Gasgeben sowie "hartes" Schalten auf Eis- und Schneefahrbahnen zu vermeiden. Bei Schnee und Eis muss nicht nur der doppelte bzw. dreifache Sicherheitsabstand eingehalten werden, auch die Geschwindigkeit muss den Straßenverhältnissen angepasst werden: Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, gilt als Faustregel halbe Geschwindigkeit auf Schnee, ein Viertel auf Eis. Machen Sie Probebremsungen, falls Sie die Möglichkeit dazu haben um festzustellen, ob Ihre Schätzung des Bremsweges tatsächlich der Realität entspricht. Aber Achtung: Nur ohne Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer, egal ob entgegenkommend oder nachfolgend!

Richtig checken und packen!

Auch das Auto muss für die Reise winterfit gemacht werden. Experten des KfV raten zu einem Rundum-Winter-Check von Beleuchtung, Bremsen, Reifenprofil und -druck, Scheibenreinigung, Ölstand, Bremsflüssigkeit und Kühlwasser samt Frostschutz. Da es in den höher gelegenen Urlaubsorten meist kälter als gewohnt ist, sollte man die Scheibenwaschanlage mit mehr Frostschutz füllen, um ein Einfrieren der Scheibenwaschdüsen zu vermeiden. Thann: "Bei den meisten Fahrzeugen ist für die meist reichliche Beladung bei Urlaubsfahrten ein höherer Reifendruck vorgeschrieben. Dass Winterreifen Pflicht sind, bräuchte eigentlich nicht extra erwähnt zu werden - aber auch Schneeketten sind unumgängliche Reisebegleiter. Wer zudem richtig packt - nämlich schwere Gepäckstücke im Kofferraum ganz unten verlädt, leichte obenauf und auf keinen Fall Schirme, Taschen, Flaschen oder ähnliches im Fonds des Wagens ablegt, da diese bei Bremsmanövern schnell zu gefährlichen Geschossen werden können, - hat einen wichtigen Schritt in Richtung sichere Fahrt getan." Kommt Gepäck auf das Dach, muss die maximale Belastbarkeit von Lastenträgern oder einer Dachbox beachtet werden. Ski müssen fest fixiert und mit den Spitzen nach hinten am Dach befördert werden. Nach einigen Fahrkilometern bei höherer Geschwindigkeit sollte unbedingt der feste Sitz von Trägern und Last überprüft werden.

Mit Haltung in den Urlaub

Auch richtiges Sitzen muss gelernt sein. Haltungsnoten werden im Auto zwar keine vergeben, aufrechte Haltung ist dennoch Pflicht: Je schräger die Einstellung der Sitze, umso größer ist das Verletzungsrisiko bei einem Aufprall. Das gilt vor allem auch für Kindersitze mit "Schlummerstellung". BeifahrerInnen mit Hang zur Bequemlichkeit sollten ihr Beine unter keinen Umständen aufs Armaturenbrett legen, da schwere Verletzungen im Falle eines Unfalls, vor allem durch das Auslösen des Airbags, der Fall sein könnten. Die Oberkante der Kopfstütze sollte sich immer auf Scheitelhöhe befinden, um Schleudertraumata vorzubeugen.

Anschnallen nicht vergessen!

Bei all den Ratschlägen für eine sichere Reise darf natürlich das oberste Gebot nicht fehlen: Anschnallen ist Pflicht - und zwar auf den Vorder- und Rücksitzen! Voluminöse Kleidung wie Wollpulli oder Anorak sollten abgelegt werden, um die Wirkung des Gurts nicht zu mindern. Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für Gurtenmuffel siebenmal so hoch wie für angegurtete Pkw-Insassen, daran ändert auch ein Airbag nichts!

Übrigens, wer´s vergessen hat - Vignette kaufen! Ab 1. Februar gilt die neue Jahresmautvignette, sonst kann es Strafen in der Höhe von 120 Euro (in den ersten 48 Stunden) bis 4.000 Euro regnen.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770-161
/http://www.kfv.at

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