Ausgezeichnet: Oskarreife betriebliche Gesundheitsförderung

Preisverleihung heute in der WKÖ - Sieben Unternehmen ausgezeichnet

Wien (PWK 52) - Zum zweiten Mal wurde heute (Dienstag) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) der Preis für "Betriebliche Gesundheitsförderung", der so genannte "BGF-Oskar", verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen der Fachtagung "Qualität in der betrieblichen Gesundheitsförderung" statt.
Der Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, ist eine Initiative des Österreichischen Netzwerks für BGF. Kooperationspartner sind die WKÖ, der Fonds Gesundes Österreich, der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, die Oberösterreichische Arbeiterkammer sowie die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse, der auch die Koordination obliegt.

Im Jahr 2002 haben in zwei Kategorien (Betriebe bis 2002 Mitarbeiter bzw. Betriebe mit mehr als 200 Mitarbeitern) 35 Unternehmen aus ganz Österreich ihre Projekte eingereicht. Die Auswahlkriterien für die Preisvergabe waren unter anderem wie sehr die Grundsätze der Betrieblichen Gesundheitsförderung in der Unternehmenskultur Einzug gehalten haben und wie weit die Mitarbeiter in die Planung und Umsetzung der Projekte einbezogen wurden. Weiters waren die Zielsetzungen und die Nachhaltigkeit der Projekte wesentliche Entscheidungskriterien.

In diesem Zusammenhang sagte Hauptverbandspräsident Martin Gleitsmann, dass "Gesundheit von immer mehr Betrieben als Führungsaufgabe wahrgenommen wird und sich immer mehr zu einer zentralen Managementaufgabe entwickelt. Das zeigen die eingelangten Bewerbungen zum BGF-Wettbewerb 2002." Zufriedene, motivierte und gesunde Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Schlüsselfaktor für die betriebliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dar. Besonders erfreulich ist laut Gleitsmann, dass nicht nur in Großunternehmen, sondern auch in kleinen und mittleren Betrieben Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz thematisiert werden und immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Beeindruckend sind dabei die zahlreichen praxisorientierten Lösungsvorschläge, die im Rahmen der Projekte erarbeitet und umgesetzt werden, wie z. B. Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation und Konfliktlösung, Stressbewältigungsseminare, mehr Transparenz in den Arbeitsabläufen und der Aufgabenverteilung sowie den Verantwortlichkeitsbereichen, Essensbons für gesunde Ernährung, Heilmassagen im Betrieb, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, regelmäßige Teambesprechungen usw.

Gleitsmann: "Das Heranziehen von Qualitätskriterien ist in diesem Zusammenhang oft notwendig, um überprüfen zu können, warum etwas funktioniert oder eben nicht funktioniert. In diesem Sinne sollten auch bei einem betrieblichen Gesundheitsförderungsprojekt bestimmte Kriterien, wie Ganzheitlichkeit und Partizipation, berücksichtigt werden, da diese für einen langfristigen Erfolg eines BGF-Projektes wesentlich sind.

Das Konzept der BGF nimmt einerseits auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter andererseits auf die betrieblichen Bedürfnisse und Möglichkeiten Rücksicht.
Sowohl Unternehmer als auch Mitarbeiter müssen sich mit den im Betrieb installierten gesundheitsfördernden Maßnahmen welcher Art auch immer identifizieren. Das heißt, dass die gesetzten Maßnahmen von allen Beteiligten gewollt, gelebt und mitgetragen werden müssen.

Die diesjährigen Preisträger in der Kategorie "Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern" sind:

.) GKB-Bergbau Gmbh aus der Branche Braunkohlebergbau.
Das Hauptziel des eingereichten Projekts war, die Krankenstandsquote um zehn Prozent zu senken. Die Maßnahmen wurden dabei aber nicht auf kurzfristigen Erfolg, sondern auf eine nachhaltige Wirkung ausgerichtet. So wurde unter anderem darauf wert gelegt, das Gesundheitsbewußtsein der Mitarbeiter zu fördern und damit die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Schwerpunkte waren: Bewegung im Betrieb, gesunde Ernährung, Maßnahmen gegen Stress, Depressionen und Burn-Out Syndrom.

.) Pro mente Oberösterreich aus der Branche Sozialdienstleistungen. Ziel war die Stärkung und Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiter durch verhaltens- und verhaltenspräventive Maßnahmen durch die Bewusstmachung von gesundheitsfördernden und gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren.

.) Salzburger Flughafen GmbH. Branche Transport.
Zielsetzung: Die Erhebung von Gesundheitspotenzialen und Arbeitsbelastungen. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter sollte ständig erhöht und damit die Motivation und Effizienz gesteigert werden. Das Unternehmen setzte Impulse um dadurch die Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten und die Zahl der Krankenstände zu senken. Die Mitarbeiter wurden zur Eigenverantwortung über ihre Gesundheit geschult.

In der Kategorie "Unternehmen unter 200 Mitarbeitern" waren folgende Sieger:

.) NetCare Medizin Verlags GmbH. Branche Verlagswesen.
Zielsetzung: Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter und des Unternehmensleiters sowie Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen. Weiters wurde wert auf die Verbesserung der betriebsinternen Kommunikation und der Stärkung der Kompetenz der Mitarbeiter in Bezug auf die Gesundheit gelegt. Alles auch in Hinblick auf die Glaubwürdigkeit und Qualität des Unternehmens, das selbst im Gesundheitsbereich tätig ist.

.) ifsec Holding GmbH. Branche Sicherheitstechnik, Gebäudemanagement, IT-Dienstleistungen.
Zielsetzung: Die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Die Unternehmensleitung sollte einen Einblick in die Sicht der Mitarbeiter in Bezug auf Wohlbefinden, Zufriedenheit und bestehende Belastungen bekommen. Grundsätzlich ging es um die Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen.

.) Rohöl-Aufsuchungs AG. Branche Ölindustrie.
Zielsetzung: Verbesserung der Arbeitszufriedenheit, Förderung des Gesundheitsbewusstseins und des präventiven Gesundheitsverhaltens der Mitarbeiter. Die Maßnahmen auf dem Weg dorthin: Verbesserung des Angebots der Werksküche, Organisation von Lauftreffs für die Mitarbeiter, Impfaktionen sowie Schulungen für den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz.

.) sabtour Autobus und Reisebüro GmbH. Branche Transport. Zielsetzung: Die Gesundheitsbelastung der Mitarbeiter durch Schulungen im Umgang mit belastenden Außenfaktoren (Zeitdruck, Grenzsituationen, Umwelteinflüsse etc.) zu minimieren. Weiters wurde auf eine gesundheitskonforme Gestaltung der Arbeitsplätze, die Optimierung der Arbeitsprozesse sowie die Verbesserung der internen Kommunikation wert gelegt.(BS)

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