LH Haider: Klares Nein zu Müllverbrennung in St. Andrä

Experte Walter Kofler soll Gutachten erstellen - Gesamtbelastung der Region soll berücksichtigt werden

Klagenfurt (LPD) - Klar gegen eine Müllverbrennung im Kraftwerk
St. Andrä im Lavanttal sprach sich heute Landeshauptmann Jörg Haider aus. Eine solche wäre nämlich weder gesundheits- noch umweltpolitisch vertretbar. Abgesehen davon habe sich die Lavanttaler Bevölkerung bei der Volksbefragung im Dezember 2002 mehrheitlich gegen die Müllverfeuerung ausgesprochen, was auch von der Politik unterstützt werden müsse. Der Betreiber, die Verbund-Tochter Austrian-Thermo-Power (ATP) hätte jedoch trotzdem das Recht auf ein Verfahren, welches über die Weiterführung des Betriebes entscheidet. Haider und Umweltreferent Reinhart Rohr seien sich darin einig, die Umweltanwältin des Landes dabei wegen Befangenheit nicht einzusetzen. Daher habe der Landeshauptmann vorgeschlagen, den für den Nobelpreis nominierten Innsbrucker Experten Prof. Walter Kofler zu beauftragen.

Kofler würde seine Untersuchungen mit Sicherheit objektiv und korrekt durchführen, meinte Haider, der aber überzeugt ist, dass diese ebenfalls eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung in St. Andrä bestätigen würden, welche unter allen Umständen vermieden werden müsse. In der Untersuchung müßte nämlich die Gesamtbelastung der Region berücksichtigt werden, betonte der Landeshauptmann. Dies würde auch eine Einbeziehung der Emissionen des kalorischen Kraftwerkes Sostan in Slowenien erfordern, da dieses demnächst auf Vollbetrieb übergehen wolle. Von ihm jedenfalls werde es keinen positiven Bescheid zur Müllverfeuerung in St. Andrä geben, so Haider.

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