Grüne/Maresch: "Salzstreuverbot muss aufrecht bleiben - Natur- und Tierschutz vor Autoverkehr

Wien (Grüne) - Grüne: Maresch fordert klare Prioritätensetzung der Umweltstadträtin

Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen,
bestätigte heute, dass sich die Grünen eindeutig gegen die Aufhebung des Saluzstreuverbotes aussprechen. Zur Vorgeschichte: Während früher das Salzstreuverbot (Auftaumittelverordnung, 1982) von der Stadtregierung ernst genommen wurde und Ausnahmen nur in begründeten Fällen, wie starkem Glatteis erlaubt wurden, wurde heuer mit dem Aufhebung des Salzstreuverbotes sehr locker umgegangen: Das Salzstreuverbot wurde bereits sechs mal aufgehoben, ohne dass es vom Wetter her so oft notwendig gewesen wäre.

Den Grund dafür sieht Maresch in den völlig falschen Prioritätensetzungen der Umweltstadträtin. Ihr geht es darum den Autoverkehr zu fördern und diesen von allen wetterbedingten Behinderungen zu befreien. Natur- und Tierschutzanliegen werden dem untergeordnet. Dabei ist sie heuer sogar so weit gegangen, dass stickstoffhaltige Auftaumittel eingesetzt wurden, die dann in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu unerträglichen Geruchsbelästigungen geführt haben.

Dass alle Auftaumittel zu starken Schädigungen an Pflanzen und im Boden führen, bestätigt eine umfangreiche Studie aus dem Jahr 2000 die im Auftrag der MA 22 erstellt wurde.

"Grundsätzlich geht es darum, alle Streumittel so sparsam wie möglich einzusetzen, da auch Streusplitt durch die starke Staubentwicklung zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führt", bestätigt Maresch. "Eine generelle Aufhebung des Salzstreuverbotes ist sicherlich nicht sinnvoll. Vorrangig müssen Gehsteige für FußgängerInnen gesichert werden. Wenn aber bei Schneelage vermehrt öffentliche Verkehrsmittel statt dem Auto benutzt werden, sollte das von einer Umweltstadträtin nur gefördert werden", meint Maresch abschließend.

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