FP-Blind: Kossina will Umweltgift Kochsalz statt biologischen Auftaumitteln einsetzen

Welchen Preis hat Tierleid?

Wien, 2003-01-28 (fpd) – "Damit die Stadt Wien sich massenweise Geld erspart sollen die 46.000 Hunde in unserer "Umweltmusterstadt" künftig mit salzigen Pfoten herumlaufen. Wie im letzten Umweltausschuss berichtet, plant die SPÖ-"Umweltstadträtin" Isabella Kossina die Auftaumittelverordnung ex 1982 vor dem nächsten Winter aufzuheben und statt biologischer Auftaumittel künftig, bis auf wenige Ausnahmen, das Umweltgift Kochsalz einzusetzen", zeigte sich heute FPÖ-Gemeinderat Kurth-Bodo Blind empört. ****

Begründet wird dieser Schritt mit der schweren Überprüfbarkeit der Einhaltung der Auftaumittelverordnung. Wem kann SP-Kossina einreden, dass sie dem Straßendienst der MA 48, aber auch den Hausbesorgern und Hausbetreuern der 240.000 Wiener Gemeindewohnungen, als auch den Verwaltungen der sonstigen städtischen Einrichtungen, wie Gaswerk, E-Werk und Verkehrsbetriebe nicht vorschreiben kann, dass sich diese an die Verordnung halten müssen. Wichtig für Tier und Umwelt ist, dass die genannten Großverbraucher sich daran halten, den einen oder anderen Umweltsünder wird es immer geben. Wie bekannt gelingt es der Stadtpolizei von Baden sogar die Auftaumittelverordnung auf den Gehsteigen von Baden zu überwachen ohne dass sich Baden großspurig Umweltmusterstadt nennt.

Nachfragen bei Tierschutzorganisationen und Tierärzten bestätigen, dass Salz für Hundepfoten Gift ist. Wie Stadträtin Kossina im Umweltausschuss zugeben musste, sind diese Salze aus den Abwässern auch nicht mehr entfernbar. Wo bleibt da der Tierschutz und Umweltschutz fragt besorgt FP Gemeinderat Kurth-Bodo Blind? Für beides wäre Kossina zuständig.

Unbestritten ist die Tatsache, dass biologische Auftaumittel zu 50 kg 32 Euro kosten, die gleiche Menge Salz jedoch nur 15 Euro. Wir Freiheitlichen werden von Stadträtin Kossina eine Studie bezüglich der Auswirkungen von Salz statt biologischer Auftaumittel verlangen. Da das Ergebnis hinsichtlich Tier und Pflanzenwelt voraussehbar ist, wird diese Studie von der sozialistischen Mehrheit im Gemeinderat sicherlich abgelehnt werden. Salz und Umweltmusterstadt sind Begriffe, die einander ausschließen. Kossina möchte das Aufheben der Auftaumittelverordnung mit den vielen Ausnahmen begründen. Diese Argumentation geht sicherlich ins leere, denn auch von der Möglichkeit Salz überall zu streuen muss es Ausnahmen geben, denn Kossina kann im Nationalpark Wienerwald, oder wenn es auch nur ein Biosphärenpark wird, und im Nationalpark Donauauen (Lobau) sicherlich kein Salz streuen lassen, so Blind abschließend. (Schluss)

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