Steirische Landwirtschaftskammer: Startschuss für Biogas-Offensive

Hochkarätig besetzte Ökostrom-Tagung in Graz

Wien (AIZ) - Heute, Montag, startet die steirische Landwirtschaftskammer die geplante Informations- und Beratungsoffensive für den Bau von landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Dazu findet im Bildungszentrum Raiffeisenhof in Graz eine hochkarätig besetzte Ökostrom-Tagung statt. Bei dieser Veranstaltung beleuchten Experten der E-Control, der E-Werke sowie des Landes Rechtsgrundlagen, Wirtschaftlichkeit sowie Technologiefragen zur Ökostromerzeugung aus Biogas- und Biomasseanlagen. Ebenso berichten Betreiber über ihre bisherigen Erfahrungen.

Grüner Strom von Biogasanlagen für 25.000 Haushalte

Seit Jahresanfang gelten neue Einspeisetarife für Ökostrom aus Biomasseanlagen. Diese Tarife ermöglichen beispielsweise den wirtschaftlichen Betrieb von landwirtschaftlichen Biogasanlagen. "Wir rechnen damit, dass die heimischen Bauern als Energiewirte heuer kräftig investieren werden. Heuer noch erwarten wir den Bau von bis zu 50 landwirtschaftlichen Biogasanlagen", erklärt LK-Präsident Gerhard Wlodkowski. In den Folgejahren könnten weitere 50 bis 100 Anlagen entstehen. Damit würden in der ersten Ausbaustufe bis zu 25.000 Haushalte mit grünem Strom und bis zu 10.000 Haushalte mit grüner Wärme versorgt.

Für den erfolgreichen Bau von Biogasanlagen richtet die steirische Landwirtschaftskammer Bauherren-Arbeitskreise ein. Geplant ist, dass die künftigen Betreiber von Biogasanlagen - in erster Linie Schweine-, Rinder- und Geflügelbauern - sich regelmäßig in Arbeitskreisen treffen und intensiv beraten werden. Dabei erörtern sie mit Unterstützung von Experten und Praktikern Standort- und Technikfragen, Wärmenutzungskonzepte, Genehmigungsverfahren, die Standardisierung von Anlagenteilen sowie Fruchtfolgeangelegenheiten.

Mit dem Bau der ersten 50 Anlagen wird ein Investvolumen von rund EUR 50 Mio. ausgelöst. "Allein damit werden in heimischen Industrie-und Gewerbebetrieben rund 1.000 Jahres-Arbeitsplätze geschaffen. In der Landwirtschaft werden damit 200 Dauerarbeitsplätze gesichert", betont der LK-Präsident. Die neuen Einspeisetarife für Ökostrom würden einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Kyoto-Zieles leisten. "Die 150 geplanten landwirtschaftlichen Biogasanlagen vermindern den CO2-Ausstoß um 195.000 t. Das ist ein Drittel des steirischen Reduktionszieles im Strombereich. Die Irak-Krise zeigt, wie wichtig ein Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger ist", betont Wlodkowski.
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