Maresch: "Große Kluft zwischen praktizierter Umweltpolitik und den Wunschvorstellungen Kossinas erkennbar"

Wiener Grüne zur Umweltsituation und den Umweltmaßnahmen in Wien.

Wien (Grüne) - "Gute Arbeit", bescheinigt Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Wiener Grünen, der MA 22 für die Erstellung des Umweltberichtes. Dieser beinhaltet eine ausführliche Darstellung der Umweltsituation und der Umweltmaßnahmen in Wien, dabei werden, zumindestens ansatzweise, auch die Problembereiche angeführt. "Die Ergebnisse des Berichts stehen allerdings in krassem Gegensatz zur praktizierten Umweltpolitik der SPÖ-Stadtregierung und der Umweltstadträtin Kossina", konstatiert Maresch.

Im Bericht wird angeführt, "...Grenzwerte für den Vegetationsschutz, die von der Akademie der Wissenschaft festgelegt wurden, werden häufig überschritten". Maresch: "Kossina spricht dagegen allerdings immer von hervorragender Luftqualität in Wien, was wohl damit widerlegt wurde."

Weiters heißt es im Umweltbericht "...Die Müllverbrennungsanlagen sollen nach dem Stand der Technik optimiert werden", das hieße insbesondere die Schließung der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig die nach Auskunft von Finanzstadtrat Rieder fünf mal so viel Schwermetalle (Blei und Quecksilber) emittiert wie technisch möglich. Maresch: "Entgegen den Empfehlungen von Experten bleibt die Anlage weiter bestehen und vergiftet die umliegenden Böden und die Luft."

Aufgrund des steigenden Wasserbedarfs wird die Wasserversorgung in Wien bald auch mit aufbereitetem, von CKWs beeinträchtigtem, Wasser aus der Mitterndorfer Senke erfolgen. "Leider wurden von der Umweltstadträtin vorsorgende Maßnahmen zum effizienten Wassersparen immer kategorisch abgelehnt", so Maresch nüchtern.

Ebenso unglaubwürdig sind die Aussagen der Umweltstadträtin, dass Klimaschutz für sie ein vorrangiges Ziel ist, wenn sie gleichzeitig für die Errichtung neuer Öl-Heizungen eintritt.
Kritisch stehen die Wiener Grünen auch dem Bewerben von nicht umweltfreundlichen Produkten im Umweltbericht, wie Kraftstoff von der OMV gegenüber. "Zweifelsohne liegen die Prioritäten der Umweltstadträtin im Lukrieren von Werbeeinnahmen", so Maresch.

"Zusammenfassend", stellt Maresch fest, "zeigt die Kluft zwischen praktizierter Umweltpolitik und den Wunschvorstellungen der Umweltstadträtin einmal mehr, dass die kolportierte Ablöse der Umweltstadträtin unserer Meinung tatsächlich längst überfällig ist".

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