ÖAAB-GAJDOSIK: Nicht auf die vergessen, die es am schwierigsten haben!

(Wien, 27.1.2003) Der Vizepräsident der Wiener Arbeiterkammer und Fraktionsobmann der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" Alfred GAJDOSIK betonte heute die Notwendigkeit einer umfassenden und sozial ausgewogenen Pensionsreform. "Keine Frage, wir müssen langfristig stabile Strukturen schaffen! Doch es dürfen diese angesprochenen Veränderungen nicht zu einem grundsätzlichen Vertrauensverlust in das staatliche Pensionssystem führen. Wenn wir die gesamte Struktur auf eine neue Grundlage stellen, dürfen wir nicht auf die vergessen, die es in der Arbeitswelt am schwiergsten haben," meinte er dazu.****

Nach Auffassung des Fraktionsobmannes der Fraktion ÖAAB-christlicher Gewerkschafter" müssten im Zuge einer Pensionsreform auch andere wichtige soziale Veränderungen vorangetrieben werden. "Eine generationenübergreifende Absicherung kann nur ein Baustein sein. Die Sozialpartner und die Politik müssen sich auch mit Fragen der beruflichen Fort- und Weiterbildung und dem Problem der Arbeitslosigkeit im Alter in noch viel stärkerem Ausmaß als bisher auseinandersetzen. Wir müssen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch auf diese Phänomene die entsprechenden Antworten geben können," stellt er dazu fest.

Konkret forderte GAJDOSIK den Ausbau der bestehenden Bildungskarenz und die Einführung des "Bildungschecks". "Die regelmäßige Überprüfungen der beruflichen Fähigkeiten, die kontinuierliche Fort-und Weiterbildung und der Ausbau der bestehenden Bildungskarenz werden zu einem Anstieg der Beschäftigungsquote führen," so GAJDOSIK.

Um der Altersarbeitslosigkeit entgegen zu wirken forderte er eine merkliche Absenkung der Lohnnebenkosten für ältere Beschäftigte und die Fortführung des derzeit noch bestehenden Modells der Altersteilzeit. "Wenn diese Maßnahmen umgesetzt würden, hätten die Arbeitgeber weitaus weniger Argumente um ältere Beschäftigte zu entlassen," erklärte GAJDOSIK.

Abschließend unterstrich der Vizepräsident der Arbeiterkammer die Bedeutung des sozialen Augenmaßes "Viele große Reformen stehen an. Doch im Zuge dieser anstehenden Veränderungen darf die soziale Gerechtigkeit nicht auf der Strecke bleiben," schloss GAJDOSIK.(SCHLUSS)

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