Kräuter: Unverschämtes Vorgehen Grassers mit Steuergeldern

Grasser plant private Karriere mit Hilfe von öffentlichen Mitteln

Wien (SK) "Für einen Minister, der bereits vor über vier Monaten zurückgetreten ist, geht Finanzminister Grasser äußerst leichtfertig mit Steuergeldern um", unterstrich SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter Montag hinsichtlich der Tatsache, dass Grasser laut "Kurier" eine vierjährige Beratertätigkeit ausgeschrieben hat, um die zu erwartenden Sparpakete in der Höhe von drei Milliarden Euro der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Diese Beratertätigkeit soll laut Ausschreibungstext rund eine Million Euro kosten. "Es ist ein unverschämtes Vorgehen Grassers, wenn er bereits jetzt extrem teure PR-Maßnahmen plant, obwohl noch keine Regierung gebildet ist, und keineswegs feststehen dürfte, dass er wieder Finanzminister wird", so Kräuter gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Es ist hinlänglich bekannt, dass Grasser immer wieder mit Hilfe öffentlicher Gelder seine private Karriere plant und vorantreibt. So ließ er beispielsweise etliche sehr teure Inserate in zahlreichen Zeitungen schalten, unter anderem in der Financial Times, die vor allem den Zweck hatten, seine Person im rechten Licht darzustellen", wies der SPÖ-Abgeordnete hin. Nun bringe Grasser den Zynismus auf die Spitze, wenn er einerseits drei Milliarden Euro vor allem im Sozialsystem einsparen will und gleichzeitig Unsummen dafür auszugeben beabsichtigt, diese schmerzhaften Einschnitte mit weiteren "sündteuren" Inseraten und Hochglanzbroschüren schönzureden.

Abschließend fordert Kräuter alle noch im Amt befindlichen Regierungsmitglieder auf, jegliche Vergabe von Werbeaufträgen gefälligst unterbleiben zu lassen, bevor eine neue Bundesregierung gebildet ist. (Schluss) ns

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