Angekündigte Revolutionen finden auch im E-Business nur selten statt

Gute Aussichten für M-Commerce, E-Learning und interne Kommunikationssysteme

Wien (OTS) - Online-Werbung, elektronische Marktplätze und Miet-Software - was entwickelte sich im Jahr 2002 zum Top, was zum Flop? Diesem Thema widmete sich der Jänner Event der APA-E-Business-Community im Wiener Haus der Musik.

"Medien sind und bleiben werbefinanziert. Das ist auch im Internet so", erklärte Georg Zachhuber, Vorstand der Bronner Online AG und verantwortlich für derStandard.at. Die wichtigste Erkenntnis des vergangenen Jahres sei, dass die klassischen Geschäftsfelder von Medien auch für Onlinezeitungen gelten. "Der Banner ist tot. Advertorials und digitale Plakate sind aber gut gebucht", so Zachhuber. Um das Thema Paid Content sei es hingegen etwas ruhiger geworden. Noch immer vielversprechend seien kostenpflichtige Inhalte aber in den Bereichen Archiv, wo es bereits konkrete Pläne gebe, und Special Interest.

Florian Petter, Geschäftsführer des Lösungsspezialisten Dynatools, sah im vergangenen Jahr bei Application Service Providing (ASP), also dem Bereitstellen von Miet-Software über das Internet, eine zwiespältige Entwicklung: "ASP findet zwar bei Entscheidungsträgern große Anerkennung, aber naturgemäß weniger bei den EDV-Abteilungen." Zudem gebe es noch große Vorbehalte, was die Datensicherheit betreffe. Im Jahr 2003 gelte es, endlich wirklich einfache Anwendungen für die User zu entwickeln. Software müsse selbsterklärend werden, um zu großen Schulungsaufwand zu vermeiden.

Die New Media Agentur NETural Communication mit Sitz in Linz sieht interne Kommunikationssysteme wie Intranetze, CRM-Systeme und W-LANs als Gewinner des vergangenen Jahres. Einen "Bauchfleck" habe hingegen M-Commerce hingelegt: "Da ist 2002 praktisch nichts gegangen, aber das wird heuer schon", so Geschäftsführer Albert J. Ortig. Gute Chancen räumte er E-Learning, vor allem im Unternehmensbereich, ein. Noch sei nicht verstanden worden, was hinter diesem Begriff wirklich stehe. In Zukunft würde man sich bei Produkt- und Mitarbeiterschulungen aber zunehmend dieser Technik bedienen.

Ernst Havlicek, Key Account Manager beim Systemintegrator NextiraOne Austria (vormals Alcatel e-business), ortet im Call Center-Bereich eine Stagnation. Dies liege aber an den Geschäftsmodellen, nicht an der Technologie. "Es ist ein Fehler, seine Kunden in externe Call Center outzusourcen. Kundenbindung kann ich nicht anderen überlassen", erklärte Havlicek. Zudem müssten Anbieter in diesem Bereich extrem sparen, was zu Problemen bei der Qualität der Kundenbetreuung führe.

Beim weltweit größten Anbieter von Unternehmenssoftware, der Oracle Corporation, macht man die Entwicklung bei den Umsätzen als Flop des vergangenen Jahres aus. "Auch vor uns hat das negative Wirtschaftswachstum nicht Halt gemacht. Bei der Gewinnmarge konnten wir aber zulegen", zeigte sich Marketing Managerin Martina Keippel dennoch zuversichtlich. Erfolge seien im Application-Bereich erzielt worden, starke Wachstumsraten verzeichne das Unternehmen auch im Middle-Ware Business.

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