Walch zu Verzetnitsch: Keine innovativen Zukunftsideen

"ÖGB-Chef geht's um reinen Machterhalt"

Wien, 2003-01-26 (fpd) - Was ÖGB-Präsident Verzetnitsch in der heutigen Pressestunde von sich gab, sei nichts als heiße Luft gewesen, meinte der stellvertretende FPÖ-BPO und Arbeitnehmervertreter Max Walch. "Verzetnisch geht es nur um den eigenen Machterhalt. Ich vermisse innovative Zukunftsideen", so Walch.****

Außerdem habe der "Gewerkschaftshäuptling" Verzetnitsch mit gespaltener Zunge gesprochen und sich wie ein Blatt im Wind gedreht. Verzetnitsch ließ nicht erkennen, ob er als SPÖ- oder ÖGB-Vertreter in der Pressestunde saß.

In Bezug auf die Abfertigung neu schmücke sich Verzetnitsch mit "fremden Federn", sagte Walch. "Die "Abfertigung Neu" ist seit 1985 ausschließlich ein Anliegen der FPÖ gewesen". Bereits 1991 habe der freiheitliche Sozialsprecher Dolinschek einen diesbezüglichen Antrag formuliert, erinnerte der freiheitliche Arbeitnehmervertreter. Verzetnitsch leide an Realitätsverlust, wenn er diese nunmehr als Erfolg der Gewerkschaft verkaufe. Insgesamt sei die rot-schwarze Koalition schlussendlich auf Grund ihres Reform-Stillstands gescheitert.

Walch sagt ja zu einer Pensionsreform, aber nicht auf Kosten der ASVG-Versicherten. Zuerst seien die Privilegien aus den Pensionssystemen zu entfernen. Dazu müsste das Pensionssystem der Beamten an jene der ASVG-Versicherten angeglichen werden, so Walch. Außerdem müsse man bei den ASVG-Versicherten vor allem noch Rücksicht auf die Schwer- und Schichtarbeiter nehmen, bekräftigte Walch seine Forderung, die Möglichkeit der vorzeitigen Alterspension beizubehalten.

Alleine, dass Verzetnitsch in der heutigen Pressestunde kein Wort zum "Jahr der Behinderten 2003" verloren habe, mache deutlich, dass dem ÖGB der Schutz von behinderten Menschen kein wirkliches Anliegen sei, schloß Walch. (Schluß)

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